Holtzbrinck verkauft "Tagesspiegel"
 

Holtzbrinck verkauft "Tagesspiegel"

Mit dem Verkauf des "Tagesspiegel" ist auch der Antrag des deutschen Verlagshauses Holtzbrinck auf eine Ministererlaubnis für die Übernahme der "Berliner Zeitung" hinfällig.

Das monatelange Ringen der deutschen Verlagsgruppe Holtzbrinck um die Übernahme der "Berliner Zeitung" hat ein Ende: Für den verlagseigenen "Tagesspiegel" hat man mit dem früheren Holtzbrinck-Manager Pierre Gerckens nun einen Käufer gefunden. Durch den Verkauf des Berliner Blattes sei damit der Antrag auf Ministererlaubnis zur Übernahme der "Berliner Zeitung" durch den "Tagesspiegel" hinfällig. Mit einer Zustimmung von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) für eine verlagswirtschaftliche Kooperation der beiden Blätter sei ohnedies nicht mehr zu rechnen gewesen, heißt es aus dem Verlag. Denn: Auch das Bundeskartellamt sah durch die Zusammenlegung von "Tagesspiegel" und "Berliner Zeitung" den Wettbewerb gefährdet, da die beiden Tageszeitungen zusammen unter einem Dach eine marktbeherrschende Stellung eingenommen hätten. Nach dem Verkauf des "Tagesspiegel" will Holtzbrinck nun beim Bundeskartellamt die Erlaubnis für den Erwerb der Berliner Zeitungsgruppe beantragen.

(jed)

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