"Höheres Medienangebot steigert nicht die Nut...
 

"Höheres Medienangebot steigert nicht die Nutzung"

Trotz des Angebots von zwölf Millionen deutschsprachigen Websites sind für den User durchschnittlich nur acht relevant.

Das Angebot an deutschsprachigen Websites im deutschsprachigen Raum beläuft sich auf rund zwölf Millionen. Ins Relevant Set der User schafft es nur eine überschaubare Anzahl. Wer privat im Internet surft, besucht im Durchschnitt lediglich acht unterschiedliche Sites regelmäßig. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Seven-One Interactive, dem Online-Vermarkter der Pro Sieben Sat 1 Group, zusammen mit dem Marktforschungsinstitut Forsa.

"Die Ergebnisse bestätigen den Trend aus der TV-Forschung: Ein höheres Medienangebot führt nicht zwangsläufig zu einer proportional vielfältigeren Mediennutzung", erklärt Matthias Falkenberg, Geschäftsführer Seven-One Interactive. "Aufgrund anthropologischer Konstanten kann der Einzelne nur ein begrenztes Set an Informationen verarbeiten. Darauf müssen sich die Medienmacher einstellen."

Das Alter spielt bei der Internetnutzung wesentliche eine Rolle: So haben die 14- bis 19-Jährigen nur rund sechs Lieblings-Portale, während die 30- bis 39-Jährigen neun Websites ansteuern. Die Neugier der User, bisher unbekannte Seiten zu entdecken, ist eher gering. Die über 14-Jährigen erkunden monatlich im Schnitt 17 fremde Web-Angebote. Männer sind beim Auffinden neuer Angebote deutlich forscher als Frauen: Sie klicken etwa 21 unbekannte Seiten pro Monat an, Frauen gerade mal 13. Die Zahl der Nutzer, die 50 und mehr neue Seiten monatlich ausprobieren, variiert je nach Alter zwischen etwa 9 und 13 Prozent.

(so)

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