Hoanzl erweitert österreichischen "Filmkanon"...
 

Hoanzl erweitert österreichischen "Filmkanon" und geht damit ins Netz

15 neue Titel in der achten Staffel der "Standard"-Edition - Bisher 1,3 Millionen Käufer - Wird ab Herbst schrittweise online verfügbar gemacht

Die DVD-Edition "Der österreichische Film", die seit sieben Jahren von Hoanzl in Kooperation mit der Tageszeitung "Der Standard" vertrieben wird, wird erneut um 15 Titel erweitert, darunter etwa Michael Hanekes "Das weiße Band", die Fernsehkultadaption "Echte Wiener" oder Karl Markovics' Regiedebüt "Atmen". Mit der achten Staffel umfasst der "Kanon des österreichischen Films" ("Standard"-Herausgeber Oscar Bronner) mittlerweile 235 DVDs. Bei einer Pressekonferenz am Dienstag wurde zudem bekannt gegeben, dass die Edition, die bisher 1,3 Millionen Mal verkauft wurde, ab Herbst schrittweise online verfügbar gemacht wird.

Dieses "zukunftsweisende Digitalprojekt" (Georg Hoanzl) wird vom Österreichischen Filminstitut, vom Kulturministerium und vom Filmfonds Wien finanziert und von Hoanzl gemeinsam mit dem Video-On-Demand-Anbieter Flimmit technisch abgewickelt. Angeboten werden soll das Filmkompendium auf sämtlichen österreichischen Plattformen ebenso wie auf iTunes, wie Filmfonds-Chefin Gerlinde Seitner erläuterte. Selbst hat sie offenbar aber ein differenziertes Bild von den unter dem Titel "Kult. Klassiker. Kostbarkeiten" zusammengefassten Filmen. "Einer Reihe junger Werke dürfte diese Bezeichnung schmeicheln", so Seitner laut Pressemappe.

Die Edition "Der österreichische Film", die seit dem Start im Herbst 2006 jährlich erweitert wurde, umfasst Spiel- und Dokumentarfilme ebenso wie Fernsehfilme und kurze bzw. experimentelle Werke und ist laut Hoanzl "das größte und bunteste privat zugängliche Filmarchiv der Welt". Die Auswahl trafen der nunmehrige Leiter des Stadtkino Wien, Claus Philipp, und der "Standard"-Redakteur Dominik Kamalzadeh gemeinsam mit dem Chef des Filmarchiv Austria, Ernst Kieninger. Zu den neuen Filmen zählen auch Marie Kreutzers Debüt "Die Vaterlosen", Hans Weingartners "Die fetten Jahre sind vorbei" oder Michael Glawoggers Doku "Whores' Glory".

(APA)
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