Hit FM Burgenland verstößt gegen Rundfunkgese...
 

Hit FM Burgenland verstößt gegen Rundfunkgesetz

Die Medienbehörde KommAustria ortet im Lizenzentzugserfahren gegen Hit FM Burgenland mehrfache Verletzungen des Privatradiogesetzes.

Das burgenländische Privatradio Hit FM Burgenland hat mehrfach gegen das Privatradiogesetz verstoßen, entschied die Medienbehörde KommAustria im Zuge eines Lizenzentzugsverfahrens. Seit Oktober 2002 ist das Minderheitenradio, das zuvor als Antenne 4 sendete, zu einem Ableger der Hit FM-Sendergruppe mutiert. Davor sei auf der Radiostation - auf der laut der 1998 vergebenen Lizenz an den Verein "Mehrsprachiges Offenes Radio" (Mora) auch die im Burgenland ansässigen Minderheiten angemessen zu Wort kommen müssen - monatelang lediglich Musikprogramm zu hören gewesen, konstatiert die Medienaufsicht.

Das neue Hit FM-Format weise nur "gelegentlich Schlagzeilen in ungarischer und kroatischer Sprache" auf sowie in den Abendstunden "vorproduzierte kurze ungarisch- und kroatischsprachige Moderationselemente, Lokalnachrichten, Ansagen der nächsten Songs sowie Veranstaltungstipps", heißt es im Entscheid. Ein Ausmaß, das nicht dem "rechtmäßigem Zustand" entspreche. Der daher wieder hergestellt werden müsse, will der Sender nicht die Lizenz verlieren. Nun können die Eigentümer des Senders – die Moira Rundfunk GmbH - innert der nächsten sechs Wochen beim Bundeskommunikationssenat berufen. Bestätigt dieser den Behördenentscheid, hat das Radio acht Wochen Zeit, nachzuweisen, dass es die vorgeschriebenen 30 Prozent-Volksgruppenanteil erfüllt.

(jed)

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