Heute ist Welttag der Pressefreiheit
 

Heute ist Welttag der Pressefreiheit

Journalistische Verbände weisen am Internationalen Tag der Pressefreiheit auf Missstände hin.

53 getöte Journalisten weltweit zählte der Weltverband der Zeitungen (WAN) im Vorjahr, gar 64 das International Press Institute (IPI), Reporter ohne Grenzen (RSF) meldete 42 getötete Medienvertreter in 2003 - eine traurige Bilanz anlässlich des Welttags der Pressefreiheit. In noch höheren Dimensionen bewegen sich die Angaben der journalistischen Verbände, wenn es gilt, inhaftierte Medienvertreter zu zählen - die Berechnungen der Organisationen variieren aufgrund unterschiedlicher Methoden. Mit Stichtag 31. Dezember 2003 befanden sich insgesamt 134 Journalisten in Gefängnissen, Lagern oder unter Hausarrest, meldet der WAN unter Berufung auf Zahlen des Komitees zum Schutz der Journalisten (CPJ). Mit 66 inhaftierten Medienvertretern nimmt da Asien eine Spitzenposition ein. Als gefährlichster Ort für journalistische Berichterstattung gilt nach wie vor der Irak: Dort wurden seit Beginn des Krieges im März 2003 25 Medienvertreter getötet, zählte das CPJ. An zweiter und dritter Stelle der traurigen Rangliste der für Journalisten gefährlichsten Staaten stehen Kuba und Simbabwe.

Der Internationale Tag der Pressefreiheit wurde 1991 von der UNO-Vollversammlung ausgerufen und wird immer am 3. Mai begangen, um an die an diesem Tag von der UNESCO verabschiedete "Erklärung von Windhuk" zu erinnern. Diese besagt, dass jeder Journalist der Welt das Recht haben muss, frei und ohne Angst zu berichten.

(jed)

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