Helmut Brandstätter verlässt 'Kurier'
 
Ian Ehm
Zum Abschied plädierte Brandstätter dafür, dass der Kurier­ ein "starkes Medium" bleiben müsse.
Zum Abschied plädierte Brandstätter dafür, dass der Kurier­ ein "starkes Medium" bleiben müsse.

"Kurier"-Herausgeber Helmut Brandstätter verlässt den Kurier, gab das Medienhaus am Dienstag bekannt und betonte, dass das auf Brandstätters eigenen Wunsch hin geschehe. Zu den Gerüchten, dass ein Wechsel in die Politik bevorstehe, nahm Brandstätter selbst nur indirekt Stellung.

Nach neun Jahren beim Kurier, davon acht als Chefredakteur und sechs als Herausgeber, verlässt der 64-Jährige das Medienhaus nun. Der Schritt hatte sich zuletzt immer deutlicher abgezeichnet. Auch hatte Chefredakteurin Martina Salomon zuletzt erklärt, bis zur Entscheidung über den kolportierten Wechsel in die Politik in den Reihen der NEOS würden keine Beiträge von Brandstätter in der Zeitung erscheinen. Brandstätter selbst wurde dazu in der Aussendung, in der sein Abschied vom Kurier bekanntgegeben wurde, mit den Worten zitiert: "Ich selbst werde am Donnerstag bekannt geben, ob ich in der Welt der Medien bleibe oder in die Politik wechsle. In jedem Fall werde ich für einen starken, kritischen und unabhängigen Journalismus kämpfen, den Österreich dringend braucht.“

Zum Abschied plädierte Brandstätter dafür, dass der Kurier­ ein "starkes Medium" bleiben müsse und dankte "allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kurier, mit denen ich ein unabhängiges Medium betreiben konnte". Aufsichtsratsvorsitzender Erwin Hameseder attestierte Brandstätter, dass dieser "einen entscheidenden Beitrag zur Qualitätssteigerung des Kurier geleistet" habe. Er danke Brandstätter "für die jahrelange gute Zusammenarbeit" und wünsche ihm "für seine neue Aufgabe viel Erfolg“. Auch Geschäftsführer Thomas Kralinger dankte Brandstätter für seine Beiträge dazu, dass der Kurier "in einem herausfordernden Medienmarkt seine Reichweite stabil halten konnte". Auch habe Brandstätter "maßgeblich zur Erneuerung und digitalen Transformation" im Haus beigetragen, "ohne dabei unseren hohen Qualitätsaspekt aus den Augen zu verlieren“.

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