Heinzl: "Mir ist das Ganze unangenehm"
 

Heinzl: "Mir ist das Ganze unangenehm"

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UPDATE: Sido entschuldigte sich via Facebook - Societyreporter mit knappem Statement - Zeitung: "Chili" wird nicht verlängert, Heinzl drehte Piloten für Infotainmentmagazin

Nach dem Tumult nach der "Großen Chance"-Ausstrahlung am Freitag, bei der Sido den "Chili"-Society-Mann Dominic Heinzl niedergestreckt hat, hat Heinzl am Sonntagnachmittag auf Anfrage von HORIZONT online eine kurze Stellungnahme abgegeben. "Mir ist das Ganze unangenehm. Ich wünschte, es wäre nicht passiert", erklärte er knapp. Auf Nachfragen zum Hergang des Streits ging er nicht ein, war aber offenkundig bereits wieder zu Scherzen aufgelegt: Ob er den Platz von Sido einnehmen möchte? "Nein. Dazu bin ich nicht schlagfertig genug", so Heinzl.  "Chili" wird eingestellt

Wie die "Kleine Zeitung" berichtete, wird der ORF den Vertrag mit "Chili", der mit Jahresende ausläuft, nicht verlängern. Fernsehdirektorin Kathrin Zechner, die ab Jänner 2013 den Vorabend von ORF eins umgestaltet, habe nach "ausführlichen Publikumsanalysen", entschieden, diese Programmfläche anders zu bespielen, berichtete die Zeitung. Zechner will mehr Information zwischen 19:15 und 20:15 Uhr bieten. Offen ist, ob Heinzls Produktionsfirma bei der Gestaltung des neuen Vorabends einbezogen wird. Heinzl habe zwei Testsendungen, für ein Infotainment-Magazin vorgelegt. Verhandelt wird zudem, ob Spezialsendungen wie "Heinzl am Opernball" oder "beim Song Contest" weitergeführt werden, die gut funktioniert haben. Eine Entscheidung soll Ende des Monats fallen. 

Sido entschuldigt sich via Facebook Sido seinerseits wählte Facebook als Kanal für ein erstes Statement zu den Vorgängen. "Ich weiss, dass der Rahmen absolut falsch war - besonders, weil Kinder anwesend waren! - und, dass man mit Fäusten keine Probleme lösen kann, sondern vielmehr welche schafft", schrieb er. "Ich bin zu weit gegangen und hätte das Problem mit Herrn Heinzl anders lösen müssen." Er könne die Entscheidung des ORF nachvollziehen, so Sido. Gerüchte über Spucken  Rund um die Vorfälle kursierten am Sonntag weitere mögliche Versionen zum Hergang. So soll Sido Heinzl aus heiterem Himmel zu beschimpfen angefangen haben und - nach unbestätigten Aussagen - soll der Rapper gespuckt haben, dabei allerdings eine Zeitungsjournalistin getroffen haben. (Diese hat am Montag eine Augenzeugenreportage veröffentlicht.) Kurz darauf fiel der Schlag, Heinzl ging - mit Verzögerung, wie in einem am Sonntag veröffentlichten Video eines Fotografen zu sehen ist - zu Boden. Das Gerücht, Heinzl habe bei der Konfrontation gespuckt, wurde bereits am Samstag von ORF-Kommunikationschef Martin Biedermann via Twitter dementiert. „Es gibt genug Augenzeugen und die wurden vor der Entscheidung ausgiebig befragt“ , schrieb er und sprach von einer Falschmeldung. Diese Version der Ereignisse hatte unter anderem Moderatorin Doris Golpashin via Twitter verbreitet. Auf Nachfrage erklärte sie: "Spucken wurde überall rumerzählt..aber nur die 'Männer'wissen wies wirklich war! Keine Ahnung."
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