Heftige Debatte ums TV-Geld
 

Heftige Debatte ums TV-Geld

Eine Debatte mit zahlreichen Für-und-Widers wurde bei den 11. Österreichischen Medientagen zum Thema "Wenn Programm und Werbung verschmelzen" geführt.

Der große Schulterschluss der TV-Betreiber gegen all zu viel Kontrolle und Regulierung was das Thema Werbung betrifft, könnte das Ergebnis des TV-Gipfels bei den 11. Österreichischen Medientagen sein. Beispielsweise fordert Medienrechtsprofessor Dr. Heinz Wittmann, speziell den ORF Werbeverantwortlichen beim Thema Werbung genauer auf die Finger zu schauen, und Sendungen, die zwar Werbung seien, aber nicht als solche gekennzeichnet sind, in die Werbezeit einzurechnen. Derartig strenge Auslegung des ORF-Gesetzes und der Werbebestimmung würden den ORF bis zu 100 Millionen Euro kosten und privaten TV-Anbietern nichts bringen, meint hingegen Dr. Alexander Wrabetz, Kaufmännischer Direktor des ORF.



Dr. Helmut Brandstätter, geschäftsführender Gesellschafter des Wiener Stadtsender pulsTV forderte hingegen, einen Teil der TV-Gebühren müsste auch an Privatsender ausgeschüttet werden, wenn diese wie in seinem Fall spezifischen Informationscontent für Wien bieten. Die Bedeutung der klassischen Werbung werde bei der Finanzierung von TV-Sendern in Zukunft eher ab-, denn zunehmen ist sich Hans Mahr, stellvertretender Geschäftsführer und Informationsdirektor von RTL, sicher. Neben der Diversifikation als Einnahmequelle müssten die Sender daher verstärkt auf Sonderwerbeformen setzen.



Die Bildergallerie zu den Medientagen gibt es unter pixxl.at im Internet.

(as)

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