Hauptversammlung: Coronakrise bremst Gewinn u...
 
Hauptversammlung

Coronakrise bremst Gewinn und Umsatz von Axel Springer

Axel Springer
"Wie die meisten Unternehmen haben wir uns dieses Jahr natürlich ganz anders vorgestellt", sagte der Firmenchef und Großaktionär Mathias Döpfner.
"Wie die meisten Unternehmen haben wir uns dieses Jahr natürlich ganz anders vorgestellt", sagte der Firmenchef und Großaktionär Mathias Döpfner.

Die Folgen der Coronakrise drücken beim Medienkonzern Axel Springer auf Umsatz und Gewinn.

Die Erlöse dürften 2020 um rund sieben Prozent auf 2,9 Milliarden Euro sinken und das bereinigte Ergebnis (Ebitda) um etwa 20 Prozent auf rund 500 Millionen Euro fallen, sagte Konzernchef Mathias Döpfner am Donnerstag auf der virtuellen Hauptversammlung. Wegen der Unsicherheit in der Wirtschaft hatten Springers Job-Portale weniger Anzeigen verbucht. Zudem habe man auf den Immobilienportalen Einbußen gehabt. "Allerdings hat sich der Markt seitdem erholt und als robust erwiesen," so Döpfner. Während die Werbeerlöse in der Sparte News Media zurückgingen, stiegen die digitalen Abos und die Reichweite. Zudem profitierten Konzerntöchter wie Idealo oder Awin vom anziehenden Internethandel in den Zeiten von Corona. Nach den ersten neun Monaten ging Döpfner zufolge der Umsatz um 6,4 Prozent auf 2,12 Milliarden Euro zurück und der Gewinn (Ebitda) um elf Prozent auf 391 Millionen Euro.

Gut ein halbes Jahr nach dem Rückzug von der Börse drängen die Eigentümer von Axel Springer die letzten Kleinaktionäre aus dem Unternehmen. Die Minderheitsaktionäre, die nur noch 0,9 Prozent an dem Verlag halten, bekommen eine Barabfindung von 60,24 Euro je Aktie. Der US-Finanzinvestor KKR hält 47,6 Prozent, Verlegerwitwe Friede Springer und Döpfner je rund 22 Prozent und Enkel von Axel Springer sechs Prozent. Eine Fusion mit der Senderkette ProSiebenSat.1 sei momentan ausgeschlossen. "Ein Zusammenschluss mit der ProSiebenSat.1-Gruppe ist derzeit weder angestrebt noch ein denkbares Szenario", sagte Springer-Vorständin Stephanie Caspar. Caspar betonte aber auch: "Die Planungen von KKR diesbezüglich sind uns nicht bekannt."
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