Handyabsatz in Deutschland bricht ein
 

Handyabsatz in Deutschland bricht ein

2002 soll laut einer Prognose des Telekomausrüsters Motorola in Deutschland zum düsteren Jahr für Handyhersteller werden.

In einer Prognose rechnet der Telekomausrüster Motorola für den deutschen Markt mit 18 Millionen verkauften Handys. Im vergangenen Jahr waren auf dem wichtigsten Mobilfunkmarkt Europas noch 30 Millionen Telefone gekauft worden. "Im nächsten Jahr erholt sich der Markt wieder leicht", sagte Motorola-Deutschlandchef Norbert Quinkert im Gespräch mit der Financial Times Deutschland.

Der Einbruch sei eine Folge geänderter Verkaufsstrategien bei den Mobilfunkbetreibern. Die Preise für die Telefone sind höher geworden, vor allem, weil T-Mobile, D2Vodafone, E-Plus und Viag Interkom die Geräte nicht mehr bezuschussen. Die Subventionen hatten die Unternehmen in oder nahe an die Verlustzone gebracht, so dass sie die Kostenbremse ziehen mussten. Außerdem ist der Markt gesättigt. In Deutschland zählen die Telekomunternehmen mehr Handys als Festnetzanschlüsse. Deshalb konzentrieren sich die Handyhersteller darauf, ihren Kunden möglichst oft ein neues Mobiltelefon zu verkaufen.

(er)

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