"Guten Morgen Österreich": ORF verstößt gegen...
 

"Guten Morgen Österreich": ORF verstößt gegen Gesetz

ORF/Hans Leitner
Nun beschäftigt sich die KommAustria mit "Guten Morgen Österreich".
Nun beschäftigt sich die KommAustria mit "Guten Morgen Österreich".

Die KommAustria sieht vor allem Verstöße beim Verbot gegen Unterbrecherwerbung. ORF legt Berufung gegen Entscheidung ein.

Ärger für den ORF und sein Frühstücksformat "Guten Morgen Österreich": Wie die APA berichtet, verstößt der Sender laut einem Bescheid der Medienbehörde KommAustria mit dem Format unter anderem gegen das Verbot von Unterbrecherwerbung. Hintergrund: Der ORF hat "Guten Morgen Österreich" in mehrere halbstündige Sendungen aufgeteilt, dazwischen werden Werbe- und Sponsoring-Hinweise gezeigt. Für die Sendung gibt es nicht einmal eine Reichweite oder einen Marktanteil, sondern viele verschiedene Daten - je nach Uhrzeit. Die KommAustria sieht in dem Format aber eine durchgehende dreistündige Sendung, bei der die Werbe-Hinweise eine unzulässige Unterbrecherwerbung darstellen.

Eben diese Unterbrecherwerbung ist dem ORF eigentlich untersagt, Ausnahmen gelten vor allem für Sportübertragungen, in denen es natürliche Pausen gibt. Diese Ausnahme gelte allerdings nicht für die Magazinsendung "Guten Morgen Österreich", monieren nun die Medienhüter. 

Neben der Missachtung des Unterbrecherwerbeverbots stellte die KommAustria darüber hinaus weitere Verstöße gegen das ORF-Gesetz fest. Wie die APA berichtet, qualifiziere die Medienbehörde die Darstellung der "ORF Nachlese" in der Moderation ebenfalls als Werbung und orte einen Verstoß gegen die Regelung, wonach Werbung durch optische, akustische oder räumliche Mittel eindeutig von anderen Programmteilen zu trennen sein muss. Außerdem sei das ein Verstoß gegen das Inhaltswerbeverbot für Printmedien.

Der Bescheid der KommAustria ist allerdings noch nicht rechtskräftig, der ORF hat gegen die Entscheidung Berufung eingelegt.
stats