Grinschgl: Stärkung des dualen Systems absolu...
 

Grinschgl: Stärkung des dualen Systems absolut erforderlich

Die RTR präsentierte den Kommunikationsbericht 2006 und äußerte sich zu Themen wie Digitalisierung und Medienförderung.

Die Runkfunk und Telekom Regulierungs GmbH, kurz RTR, lud zur Pressekonferenz, in der Dr. Alfred Grinschgl, Geschäftsführer des Fachbereichs Rundfunk und Dr. Georg Serentschy, Geschäftsführer des Fachbereichs Telekommunikation unter anderem den Kommunikationsbericht 2006 präsentierten und aktuelle Fragen diskutierten. Sehr zufrieden äußerte sich Serentschy da über den Stand der Digitalisierung in Österreich. So liegt Österreich mit einer Digitalisierungsrate von 34,3 Prozent aller TV-Haushalte zum Jahresende über dem europäischen Schnitt und auch vor Nachbar Deutschland. Trotz zahlreicher neuer Angebote im Medienbereich wie Online, Podcast etc hat sich allerdings die Nutzung der klassischen Mediengattungen wie Hörfunk, und Fernsehen nicht verändert, sondern durch die Vielfalt sogar ausgeweitet. Allgemein halten sich die klassischen Medien gut, Radio ist weiterhin das meistgenutzte Medium und liegt bei einer Tagesreichweite von 82,9 Prozent. (im Vergleich dazu lag Radio 1997 bei 87,8 Prozent).

Deutlich zugenommen hat die Nutzungsdauer von Internet: von 29 Minuten stieg die tägliche Online-Zeit auf durchschnittlich 38 Minuten pro Tag. Erstmals zeige sich allerdings ein abnehmendes Gesamtvolumen in der Festnetzsparte, und auch beim Mobilfunk finde eine Konsolidierung statt. Diese sei aber nicht auf weniger Telefonie oder sms-Schreiben zurückzuführen, sondern demonstriere den harten Preiskampf am Markt. Im Bereich der Medienförderung sei, so Alfred Grinschgl eine weitere Stärkung des dualen Systems absolut erforderlich. Dabei ginge es nicht nur um Österreich, sondern um die Konkurrenzfähigkeit Österreichs in internationaler Hinsicht, so Grinschgl weiter. Im Herbst könne es, so Grinschgl, zu einer Änderung des Rundfunkgebührengesetzes kommen, wobei ihm lieber eine Erhöhung der Gebühren, als eine Ausweitung der Werbezeiten sei.

(sir)

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