Grinschgl: Rundfunkgebühren für den Rundfunk
 

Grinschgl: Rundfunkgebühren für den Rundfunk

RTR-Geschäftsführer Dr. Alfred Grinschgl fordert ein Stück vom Gebührenkuchen für Digitalisierung und Umsetzung des dualen Rundfunksystems.

Ein Jahr ist es mittlerweile her, das die Rundfunk- und Telekomregulierungs GmbH (RTR) als Geschäftsapparat der Medienbehörde KommAustria ihre Tätigkeit aufnahm: Ein Jahr, in dem mit der Neuvergabe einiger Privatradiolizenzen und mit der Vergabe der Bundesweiten terrestrischen Privat-TV-Lizenz an ATV einige wichtige Aufgaben von KommAustria und RTR abgewickelt wurden. Nun gelte es, wie Dr. Alfred Grinschgl, Geschäftsführer der RTR für den Rundfunkbereich, erklärt, das System des dualen Rundfunks langfristig abzusichern und die Entwicklung des digitalen, terrestrischen Rundfunks in Österreich voranzutreiben. Grinschgl: "Dafür brauchen wir allerdings Geld." Es sei ihm - wie Grinschgl betont - bewußt, dass das sogenannte Gebührensplitting eine heikles politisches Thema sei: "Es ist nicht mein Bestreben, dem ORF etwas wegzunehmen: Jene 66 Prozent der Rundfunkgebühren, die dem ORF heute zufließen, soll der ORF auch weiterhin erhalten." Vom restlichen Drittel der Rundfunkgebühr, dass den Ländern, dem Finanzministerium, der Kunstförderung und der einhebenden GIS zufließt sowie für "Verfahrensverwaltungsvergütung" (immerhin 1,5 Prozent) aufgewendet wird, könnte zumindest die Radio- und Fernsehgebühr (8 Prozent), die dem Finanzminister als Gebühr für die "Radio- und Fernsehempangseinrichtungen" überwiesen wird, abgezwackt werden.

(max)


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