Greenpeace zeigt "illegale" Autowerbungen an
 

Greenpeace zeigt "illegale" Autowerbungen an

Die Umweltschutzorganisation fordert die verpflichtende Angabe des Schadstoffausstoßes in Werbemitteln ein.

Greenpeace brachte heute, Mittwoch, 19. März 2008, einzelne Werbeplakate und Zeitungsinserate verschiedener Automarken zur Anzeige. Stein des Anstoßes ist es, dass die Autoindustrie laut Ansicht der Umweltschutzorganisation häufig gegen geltende Werbegesetze verstößt. Denn obwohl die Autoindustrie durch das Personenkraftwagen-Verbraucherinformationsgesetz (PKW-VIG) dazu verpflichtet ist, die CO2-Emissionen ihrer Autos in den Werbeschaltungen anzugeben, hält sich die Branche nach Greenpeace in den meisten Fällen nicht daran.



Im PKW-VIG wird festgehalten, dass Autowerbungen in allen Werbemitteln die CO2-Emissionen und den Treibstoffverbrauch ausweisen müssen. Ziel dieses Gesetzes ist es, dass die potenziellen Autokäufer Informationen über den Verbrauch der neuen Modelle erhalten. Daher müssen diese Angaben laut Paragraph sieben des PKW-VIG „…gut lesbar und nicht weniger hervorgehoben als die hauptsächliche Werbebotschaft…“ sowie „…bereits bei flüchtigem Lesen leicht verständlich sein“.



Greenpeace erstattete nun gegen einzelne Zeitungsinserate, Werbeplakate und Werbebanner der Automarken BMW, Volvo, Honda, Suzuki und Kia Anzeige. Grundsätzlich möchte Greenpeace den Autoherstellern aber noch etwas Zeit geben, die widerrechtlichen Werbesujets zu korrigieren. Daher wollen die Umweltschützer erst in zehn Tagen damit beginnen, im großen Stil Autowerbungen auf Herz und Nieren zu überprüfen. An diesem Montag, 17. März, hatte man durch die Beklebung eines Volvo-Großplakates in der Wiener Innenstadt erstmals auf das Problem widerrechtlicher Autowerbung aufmerksam gemacht (horizont.at berichtete).



(wh)

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