G+J: "Es geht uns nicht gut"
 

G+J: "Es geht uns nicht gut"

Der Hamburger Verlag muss seinen Sparkurs verschärfen.

57 Millionen Euro Verlust meldete Gruner+Jahr im ersten Halbjahr 2009. 200 Millionen Euro müssen bis Jahresende insgesamt eingespart werden. "Es geht uns nicht gut", räumte Verlagschef Bernd Buchholz gegenüber dem Spiegel ein. Bis Ende September seien Chefredakteure, Verlags- und Bereichsleiter aufgefordert, konkrete Vorschläge über Einsparungspotenziale abzuliefern - dabei seien auch Auslagerungen und Zusammenlegungen nicht ausgeschlossen. Die 200 Millionen Einsparsumme sollen zu je einem Drittel aus Deutschland, aus dem internationalen GEschäft sowie den Druckereien und Beteiligungen kommen. Es reiche mittlerweile nicht mehr, nur kurzfristig Marketingkosten und Heftumfänge zu senken, meinte Buchholz, "wir werden doch angesichts des globalen Abwärtstrends nicht behaupten können, dass wir es als Einzige schaffen, das klassische Magazingeschäft noch auszubauen".

Laut Kontakter plant Gruner+Jahr offenbar den Aufbau von weiteren Geschäftssäulen, sowohl im Bereich der Information (Fachverlage/Online-Datendienste), der Events (Messen, Kongresse, Seminare) und Research/Marktforschung. Im Vordergrund sollen hier Wissens-Datenbanken stehen, die im B2B-Bereich weltweit vermarktet werden könnten, heißt es - vor allem aus dem Wirtschaftsbereich.
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