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Gewista: Aufstockung der Ankünder-Anteile genehmigt

Gewista
Seit Jänner ist Franz Solta Gewista-Geschäftsführer, davor war er seit 2006 Geschäftsführer der Gewista-Tochter Infoscreen.
Seit Jänner ist Franz Solta Gewista-Geschäftsführer, davor war er seit 2006 Geschäftsführer der Gewista-Tochter Infoscreen.

Der Zusammenschluss zwischen Gewista und Ankünder wurde von der Kartellbehörde mit Auflagen genehmigt und ist rechtskräftig.

Gewista hatte Ende Oktober bei der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) angemeldet, den Anteil am Ankünder von 24,9 auf 33,3 Prozent aufstocken zu wollen. Ankünder sollte im Gegenzug 49 Prozent an der Gewista-Tochter Megaboard erhalten (HORIZONT berichtete). Durch die vertiefte Verflechtung von Gewista mit Ankünder fürchtete die BWB das Entstehen oder die Vertiefung einer marktbeherrschenden Position. Daher wurde der geplante Zusammenschluss an das Kartellgericht verwiesen (HORIZONT berichtete).

In der vertieften Prüfung musste das Kartellgericht feststellen, ob das Vorhaben eine marktbeherrschende Stellung von Gewista auf dem nationalen Außenwerbemarkt begründet oder verstärkt beziehungsweise ob dadurch eine marktbeherrschende Stellung von Ankünder auf dem Außenwerbemarkt in der Steiermark begründet oder verstärkt wird. Jetzt liegt der Beschluss des Kartellgerichts vor, der Zusammenschluss wurde mit Auflagen genehmigt und ist rechtskräftig.

Beschluss des Kartellgerichts

"Das Kartellgericht ging auf Basis eines von ihm in Auftrag gegebenen Gutachtens - wie die BWB - weiterhin von einem eigenen Markt für Außenwerbung aus, der von anderen Werbemärkten zu trennen sei. Ebenso kam es zu dem Schluss, dass der Zusammenschluss zu einer signifikanten Konzentration in den betrachteten Märkten führt, die nicht mehr als per se unbedenklich gelten kann", heißt es in dem Beschluss.

Anders als die BWB ging das Kartellgericht jedoch davon aus, dass diese erhöhte Konzentration kaum zu wettbewerblichen Problemen führen werde. Weder erwartet es Preiserhöhung noch Qualitätsreduzierung und auch keine Abschottung von Kunden - indem Gewista und Ankünder künftig nur mehr gegenseitig zubuchen, nicht mehr jedoch bei Konkurrenten - da dies entweder schon jetzt passiere und keine Änderung zu erwarten sei oder die Änderung durch den jetzigen Zusammenschluss nur marginal sei.

Einhaltung der Auflagen

"Lediglich bezüglich der Möglichkeit und dem Anreiz zur potentiellen Abschottung von Einsatzmittel für nationale Kampagnen teilte das Kartellgericht die Sorgen der BWB", heißt es in dem Beschluss weiter. Es seien daher Auflagen verhängt worden, "die die diskriminierungsfreie Zubuchungsmöglichkeit von ausreichend Werbeflächen aller Medienarten in Graz und Steiermark Land in entsprechender Qualität zu marktüblichen Konditionen für nationale Kampagnen vorsehen". Die Einhaltung der Auflagen werde durch einen Treuhänder überprüft werden.
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