Gewinneinbruch bei der "New York Times"
 

Gewinneinbruch bei der "New York Times"

Die Werbeumsätze rund um die "New York Times" fielen um elf Prozent. Der Verlag hat erste Konsequenzen angekündigt.

Die US Zeitungen befinden sich weiter in der Krise. Die "New York Times" Company (NYT) gab am Mittwoch bekannt, dass sich die Werbeumsätze im Schlussquartal 2008 auf knapp 28 Millionen Dollar halbiert haben. Der Umsatz fiel um elf Prozent auf 772 Millionen Dollar (582 Millionen Euro). Nun muss der Verlag Konsequenzen ziehen.







Der Traditionskonzern will sich von seinem Anteil an der Sport-Holding New England Sports Ventures trennen, zu der unter anderem auch der Baseball-Verein Boston Red Sox gehört. Auch der "Boston Globe" gehört zur NYT-Gruppe. Der Verlag bekam kürzlich eine Finanzspritze von 250 Millionen Dollar vom mexikanischen Milliardär Carlos Slim. Damit kann er mittelfristig seine Beteiligung von bisher knapp sieben Prozent an dem Zeitungshaus stark ausbauen.







Zusätzlich überlegt das Unternehmen, seinen Anteil an dem erst vor kurzem gebauten Verlagsgebäude in New York zu verkaufen. Diese Aktion würde 225 Millionen Dollar bringen. Die NYT-Gruppe braucht dringend Geld, da im Mai eine Kreditlinie über 400 Millionen Dollar ausläuft und im Jahr 2011 eine weitere Kreditlinie in gleicher Höhe ansteht. Im gesamten Jahr 2008 erlitt die Gruppe einen Verlust von 58 Millionen Dollar und der Umsatz sank um knapp acht Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar.







(Quelle: Handelsblatt.com)
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