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Geplanter ATV-Verkauf an ProSieben-Gruppe bestätigt

TMG / Andreas Büttner
Herbert Kloiber ist seit 2008 Alleineigentümer von ATV. Bereits im Vorjahr kündigte er einen Verkauf des Senders an.
Herbert Kloiber ist seit 2008 Alleineigentümer von ATV. Bereits im Vorjahr kündigte er einen Verkauf des Senders an.

Die Übernahme von ATV durch die ProSiebenSat.1-Gruppe muss bei der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) angemeldet werden.

ATV-Eigentümer Herbert Kloiber bestätigt den geplanten Verkauf des österreichischen Privatsenders ATV an die deutsche ProSiebenSat.1-Gruppe, die in Österreich bereits mit Puls 4 vertreten ist. "Der Verkauf ist im Zielkorridor. Es gibt nur kleine Hürden zu überwinden", sagte der in München ansässige Medienunternehmer mit Wiener Wurzeln gegenüber dem "Handelsblatt".

"In den nächsten Tagen wird unterschrieben", so Kloiber weiter. Zum Verkaufspreis machte der Filmhändler keine näheren Angaben. "Der Preis ist zufriedenstellend", meinte Kloiber nur. Bei ProSiebenSat.1 wollte man sich zur Übernahme von ATV gegenüber der deutschen Wirtschaftszeitung nicht äußern. "Zu laufenden Verhandlungen nehmen wir keine Stellung", hieß es seitens eines Unternehmenssprechers. Das "Handelsblatt" zitierte allerdings einen Konzern-Insider mit den Worten: "Der Deal ist in wenigen Tagen unter Dach und Fach."

Herbert Kloiber ist seit 2008 Alleineigentümer von ATV. Bereits im Vorjahr kündigte er einen Verkauf des Senders an. "ATV war mein größter Fehler. Ich will meinem Sohn mit ATV kein Danaergeschenk machen", hatte Kloiber, der sein Unternehmen Ende des Jahres übergibt, damals gesagt (HORIZONT berichtete). Grund für den Verkauf dürfte die wirtschaftliche Entwicklung des Senders sein. Kloiber macht mit ATV nach eigenen Angaben Verluste in zweistelliger Millionen-Höhe.

Die Übernahme von ATV durch die ProSiebenSat.1-Gruppe muss bei der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) angemeldet werden. Kartellrechtsexperten rechnen für den Fall des Verkaufs an die Puls 4-Mutter mit Auflagen (HORIZONT berichtete). Medienminister Thomas Drozda (SPÖ) hatte bereits im Vorfeld betont, dass eine Fusion von der Medienbehörde und der Kartellbehörde zu prüfen sei und "zweifellos unter gewissen Auflagen" bewilligt werden könne.
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