Genscher plädiert für neue Weltordnung
 

Genscher plädiert für neue Weltordnung

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Keynote-Speaker Bundesminister a.D. Hans-Dietrich Genscher über „Europa in einer neuen Weltordnung“.(c)Epamedia
Keynote-Speaker Bundesminister a.D. Hans-Dietrich Genscher über „Europa in einer neuen Weltordnung“.(c)Epamedia

Epamedia-Osteuropa-Symposium: Aufbruch in neue Zeiten.


Hier finden Sie die Bilder zur Jubiläumsfeier und einige Beispielsujets aus dem CEE-Raum.


Beim Osteuropa-Symposium, zu dem die Epamedia-Gruppe am 11. November in die Akademie der Wissenschaften in Wien geladen hatte, waren an die 300 Gäste erschienen. Der Anlass des großen Festes im Prunksaal der Akademie der Wissenschaften: EPAMEDIA feiert 2008 ein bedeutendes Jubiläum, nämlich 20 Jahre Präsenz in Osteuropa.


Genscher plädiert für neue Weltordnung

Prominenter Stargast und Key-Note-Speaker des Abends war der ehemalige deutsche Innen- und Außenminister Hans-Dietrich Genscher. In seiner Festrede lobte er den Außenwerbekonzern wegen seiner Weitsicht: „Epamedia war mit ihrem Schritt Richtung Osten vorausschauender als manch kritischer, politischer Beobachter.“ Genscher spielte damit auf die Tatsache an, dass die Epamedia bereits 1988 – also noch vor dem Fall des Eisernen Vorhanges – den Markteintritt in Ungarn und damit den Aufbruch in eine neue Zeit wagte. Genscher berühmtes „Sie können ausreisen“ in der ungarischen Botschaft 1989 besiegelte schließlich den Fall des eisernen Vorhangs.


 
„Die Teilung Europas, war eine Teilung der Welt“, lautet die These Genschers.

„Bringt die Größe eines Staates automatisch mehr Rechte oder mehr Verantwortung? Nein. Nicht das Recht des Stärkeren, sondern die Stärkung der Verantwortung ist das Gebot der Stunde.“ Er mahnt die Staaten aus der Geschichte zu lernen: „Es war ein Glück der europäischen Geschichte, dass sechs Länder die Europäische Gemeinschaft gegründet und dabei gelernt haben, wie die Großen mit den Kleinen umgehen müssen.“ Die Welt könne von Europa lernen. Die einzige Lösung ist laut Genscher die globale Kooperation, die von der Ebenbürtigkeit der Staaten ausgehe. Diesen Ansatz bezeichnet er als die europäische Option, die angesichts der weltweiten Finanzkrise eine Chance auf Verbesserung sei.

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