Generation Corona: Freizeit ist der allerwich...
 
Generation Corona

Freizeit ist der allerwichtigste Lebensbereich

Franz Sieghartsleitner

Das zeigt die Jugendfreizeitstudie 'Leisure is Pleasure 2021: Freizeit in der Pandemie', für die 1.000 repräsentativ ausgewählte Menschen im Alter von 16 bis 29 Jahren vom Institut für Jugendkulturforschung befragt wurden.

Jugendliche und junge Erwachsene haben in ihrer Freizeitgestaltung Nachholbedarf, vor allem was Peer-Kontakte im Präsenz-Modus betrifft: 69 Prozent genießen es, mit FreundInnen einfach nur gemütlich zusammensitzen. 68 Prozent wollen in der Freizeit mit den FreundInnen gemeinsam etwas unternehmen. Von digitaler Kommunikation haben die meisten mittlerweile genug: Lediglich 24 Prozent nennen Videochats mit FreundInnen in der Reihe der von ihnen bevorzugten Freizeitaktivitäten. Auch nichts tun und relaxen oder sich auf die eigenen Hobbys und Interessen konzentrieren und dabei in ein "Flow-Gefühl" abtauchen, liegen im Ranking der nicht-medienbezogenen Freizeitgestaltung bei 16- bis 29-Jährigen weit oben.

Die Medienfreizeit der Generation Corona wird von Musik hören (65% Nennungen), Streamingdiensten (60% Nennungen) und YouTube (57% Nennungen) beherrscht. Die Social Communities belegen im Beliebtheitsranking lediglich Platz vier. Die Daten der Studie "Leisure is Pleasure 2021" zeigen, dass Social Media in der Pandemiesituation von jungen Menschen als eher nebensächlich bewertet wird: Im Ranking der derzeit wichtigen Lebensbereiche liegt Social Media nur knapp vor Religion und Politik an drittletzter Stelle. Lineares Fernsehen ist in der Generation Corona kaum beliebter als Lesen und belegt im Popularitätsranking medienbezogener Freizeitgestaltung mittlere Ranglistenplätze. Kinobesuche liegen bei den 16- bis 29-Jährigen übrigens auf ähnlichem Attraktivitätsniveau.

Die komplette Studie ist ab sofort über das Institut der Jugenkulturforschung erhältlich.
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