Generalversammlung: 'Österreichischer Journal...
 
Generalversammlung

'Österreichischer Journalist*innen Club': ÖJC ändert seinen Namen

Bernhard Moestl
Fred Turnheim ist seit 30 Jahren Präsident des ÖJC.
Fred Turnheim ist seit 30 Jahren Präsident des ÖJC.

ÖJC-Generalversammlung leitet Modernisierung ein und wählt Barbara Wimmer, Manfred Krejcik und Hadschi Bankhofer neu in den Vorstand.

In seiner Corona-bedingt online abgehaltenen Generalversammlung vergangene Woche beschloss der ÖJC, sich in Zukunft neu aufzustellen. Der langjährige Präsident Fred Turnheim bleibt zwar weiter im Amt, wird nun aber von drei neuen Vorstandsmitgliedern unterstützt: Barbara Wimmer (Futurezone/Kurier), Manfred Krejcik (WienWeit) und Hadschi Bankhofer (ORF). Das teilte der ÖJC in einer Aussendung am Montag mit. Weiter im Vorstand bleiben Oswald Klotz, Norbert Welzl und Harald Vaca und auch die Rechnungsprüfer Reinhardt Badegruber und Johannes Mörtel. Mit den neuen ÖJC-Vorstandsmitgliedern - die mit großer Mehrheit gewählt worden wären - soll eine neue Ära Einzug halten und "der erfolgreiche ÖJC sanft in eine kommende neue Präsidentschaft geführt werden".


Eine Statutenänderung habe zudem "nicht nur die längst fällige geschlechtsneutrale Änderung des Namens gebracht, sondern es wird künftig viel mehr Augenmerk auf jüngere Formen des Journalismus, Künstliche Intelligenz, Datenjournalismus, Trimedialität, Online-Redaktionen, prekäre journalistische Arbeitsverhältnisse und die Fragen und Herausforderungen aktueller Gegebenheiten gelegt werden".

Der ÖJC, der zahlreiche Journalistenpreise vergibt (u.a. den Karl Renner-Publizistikpreis oder den Claus-Gatterer-Preis), war vergangenes Jahr in die Kritik geraten. Letzteren hatte der Tiroler Blogger Markus Wilhelm abgelehnt und dem Verein vorgeworfen, er betreibe die Auszeichnungen als Geschäftsmodell. Der ÖJC sieht sich als "größte parteiunabhängige Journalistenorganisation in der Republik Österreich".

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