Gemeinsame Überlegungen : VÖZ reagiert positi...
 
Gemeinsame Überlegungen

VÖZ reagiert positiv auf ORF-Vorschlag: 'Macht durchaus Sinn'

VÖZ
VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger
VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger

Verleger begrüßen gemeinsames Login für heimische Nachrichtenportale, von einer Realisierung einer gemeinsamen Vermarktungsplattform sei zeitnah nicht auszugehen. 

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz macht aktuell wieder einen Schritt auf private Medien zu, etwa was gemeinsame Vermarktung oder Login-Bemühungen anbelangt. Der Verband Österreichischer Zeitungen VÖZ reagiert darauf durchaus positiv: "Zwischen dem ORF und den VÖZ-Medien herrscht ein medienethischer Grundkonsens im Hinblick auf die Wahrhaftigkeit von Nachrichten, daher macht es durchaus Sinn Gespräche zur Entwicklung des Medienstandortes Österreich im Allgemeinen und Innovationsprojekte im Besonderen zu sprechen", so VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger. Medienpolitisch aber auch medienökonomisch würden allerdings unterschiedliche Rahmenbedingungen für den gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk und private Medien herrschen, "daher bestehen naturgemäß verschiedene Sichtweisen auf einzelne Maßnahmen. Der VÖZ steht jedenfalls für fairen Wettbewerb am österreichischen Medienmarkt und die Aufrechterhaltung von Angebotsvielfalt."

Ein gemeinsames Login für österreichische Nachrichtenportale wird von Seiten des VÖZ ausdrücklich begrüßt, "da es einerseits den Wert von qualitativen Informationen unterstreicht und andererseits eine sinnvolle Maßnahme für den Bestand österreichischer Digitalangebote darstellt." Eine gemeinsame Vermarktungsplattform zwischen dem ORF und Verlegern, wie sie bereits vor einigen Jahren angedacht war, um gegen große Werbeplattformen wie Google, Facebook und Co. ein Konkurrenzangebot zu etablieren, sei letztendlich an der unterschiedlichen Digitalstrategie der Medienhäuser und dem herrschenden Binnenwettbewerb gescheitert. "Auch wenn der Grundsatz gelten möge: sag niemals nie, ist von einer zeitnahen Realisierung eines solchen Projektes nicht auszugehen. Weitere Maßnahmen sind Gegenstand laufender Gespräche."
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