Geiz ist gefährlich, nicht geil
 

Geiz ist gefährlich, nicht geil

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Franz Kotteder, Redakteur der Süddeutschen Zeitung, berichtet in seinem Buch "Die Billiglüge – Tricks und Machenschaften der Discounter" von einer Fülle an Unglaublichkeiten, die mehr als Unbehagen erzeugen.

"Wir können nicht ungestraft so billig konsumerien – eines Tages bekommen wir die Quittung dafür." Dieser festen Überzeugung ist Franz Kotteder, Redakteur der Süddeutschen Zeitung, und er hat sie in seinem Buch "Die Billiglüge – Tricks und Machenschaften der Discounter" mit einer Fülle an Unglaublichkeiten hinterlegt, die mehr als Unbehagen erzeugen. Schockierend beschreibt er die ruinöse Preispolitik der Billiganbieter, die uns Konsumenten zum Teil derart schlechte Qualität beschert, dass die Produkte oft nicht einmal mehr das wenige Geld wert sind, das sie kosten. Eine Preispolitik, die die Lieferanten an den Rand des Ruins treiben und damit betrügerische Machenschaften geradezu provozieren und zu lebensgefährlichen Angeboten führen. Eine Preispolitik, die einem den süßen Kakao wie puren Zitronensaft im Mund sauer zusammenlaufen lässt, sobald man erfährt, dass ihr Rohstoff von Kindersklaven an der Elfenbeinküste unter Schlägen geerntet wird – vorbei das arrogante Wohlstandsargument: "Wir bescheren ihnen wenigstens den einen Cent des Ausbeuters, ohne uns hätten sie gar keinen Cent." Wer nach der Lektüre dieses Buches immer noch glaubt, er bekomme für immer weniger Geld nur das Allerbeste, will getäuscht werden.

franz kotteder Die Billiglüge Droemer Verlag, München 2005, 272 Seiten, 18,50 Euro, ISBN 3-426-27371-3

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