Gegensätzliche Ergebnisse der ORF Publikumsum...
 

Gegensätzliche Ergebnisse der ORF Publikumsumfrage

54 Prozent der Fernsehzuseher meinen: "Parteieneinfluss lähmt den ORF".

Der Einfluss der Parteien ist viel zu groß und lähmt den ORF, dieser Ansicht stimmen 54 Prozent der Fernsehzuseher zu. Geht es nach der aktuellen ORF Publikumsumfrage, in die 3.000 Zuschauer involviert wurden, liegt es an der ORF-Führung diese Abhängigkeit zu beenden. Das meinen zumindest ein Drittel der Befragten. 64 Prozent sind der Meinung, dass der ORF lieber noch mehr sparen solle, bevor er eine Finanzspritze aus dem Titel der entgangenen Gebühren erhalte. Gleichzeitig sagen 45 Prozent der Befragten, dass der ORF unbedingt beide TV Kanäle behalten müsse, 33 Prozent sind allerdings der Meinung, dass beide Kanäle nur dann bleiben sollen, wenn der ORF genügend Geld dazu habe.



Ablehnung gegenüber zusätzliche Einnahmequellen
Eine Mehrheit von 67 Prozent vertritt die Meinung, dass im ORF noch immer nicht ernsthaft gespart und restrukturiert werde. Insgesamt ergibt sich eine mehrheitliche Ablehnung von zusätzlichen Einnahmemöglichkeiten für den ORF, wie neue Werbeformen, interaktive Projekte oder höheren Beiträgen.



Uneinigkeit über die ORF-Inhalte
Knapp ein Drittel meint, der ORF solle das senden, was sich die Medienkonsumenten wünschen, auch wenn die Sendungsinhalte rein kommerziell seien. Der Gesetzgeber sollte nur ungefähr den Programmauftrag beschreiben, mehr nicht – sagen 27 Prozent. Aber 37 Prozent der Befragten vertreten dezidiert die Auffassung, der Gesetzgeber müsse genau aufzählen, was der ORF senden darf und was nicht. In der Einschätzung, welche Programminhalte mehr, weniger oder gar nicht gesendet werden sollten, ist auffällig, dass gerade österreichische Programme und Informationssendungen auf besonderes Interesse stoßen. 62 Prozent der Zuseher würden gerne mehr Österreichische Filmproduktionen im Programm haben, gefolgt von Außenpolitischen Reportagen der ORF Korrespondenten (42 Prozent). Hingegen scheint der Bedarf an Society-Sendungen nicht ausgeprägt zu sein. Immerhin meinen 41 Prozent, dass es davon weniger geben sollte und 27 Prozent vertreten die Meinung, dass diese Sendungen gar nicht im ORF gesendet werden sollten.



Übrigens: Die Zuseher wurden auch gebeten, dem ORF Führungsteam eine Schulnote zu geben: 60 Prozent erteilen der ORF Spitze ein “Genügend” beziehungsweise ein “Nicht genügend”, für 30 Prozent verdient die ORF Führung ein “Befriedigend”, ein “Gut” gaben acht Prozent und ein “Sehr gut” zwei Prozent.



Die Umfrage wurde 17. November bis 13. Dezmeber 2009 von euroSEARCH dialog im eigenen Auftrag durchgeführt.
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