Gefärbte Sprache
 

Gefärbte Sprache

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Sprache zwar nicht als Waffe, aber Sprache richtig eingesetzt, das will uns Karsten Bredemeier mit seinem Buch "Schwarze Rhetorik" vermitteln.

Sprache zwar nicht als Waffe, aber Sprache richtig eingesetzt, das will uns Karsten Bredemeier mit seinem Buch "Schwarze Rhetorik" vermitteln. Vor allem den richtigen Einsatz von Sprache im Wirtschaftsleben, im Umgang der Unternehmen miteinander, aber auch im Umgang einzelner Personen. Unter "schwarzer Rhetorik" versteht der Autor die "manipulative Möglichkeit, sich aller notwendigen rhetorischen, dialektischen, eristischen und rabulistischen Kunstgriffe zu bedienen". Bredemeier will mit seinem Buch nicht nur aufzeigen, wie Gespräche zu führen sind, sondern wie diese Gespräche "zielorientiert in die gewünschten Bahnen zu lenken" sind. Da Bredemeier beziehungsweise die von ihm propagierte "schwarze Rhetorik" nicht auf Konsens ausgerichtet ist, wirkt auch der Stil des Autors phasenweise sehr martialisch. Doch kleine Beispiele aus unser aller sprachlichem Alltag nehmen Bredemeiers Text immer wieder etwas von der Schärfe jener "Siegerdominanz", für die die "schwarze Rhetorik" stehen soll. Seine besten Beispiele für "schwarze Rhetorik" findet Bredemeier übrigens in der Politik, auch in der österreichischen.

karsten bredemeier Schwarze Rhetorik – Macht und Magie der Sprache Orell Füssli, Zürich 2002, 216 Seiten, 25 Euro, ISBN 3-280-05019-7

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