Gedämpfte Stimmung auf der Telemesse
 

Gedämpfte Stimmung auf der Telemesse

Gedämpfte Stimung, aber rauhere Töne - so lässt sich die Situation der TV-Branche rund um die diesjährige Telemesse in Köln zusammenfassen.

Mit deutlich geringerem Aufwand und Pomp gegenüber den vergangenen Jahren präsentieren sich Deutschlands Fernsehsender auf der Telemesse in Köln (19. und 20. August 2002). Nach einer Hochrechnung der Veranstalter frequentieren heuer rund 5.500 Fachbesucher das Branchentreffen, bei dem die TV-Sender ihre Programm-Highlights für das kommende Jahr präsentieren. Der Besucherandrang wäre damit ähnlich stark wie im vergangenen Jahr, als die Telemesse noch in Düsseldorf stattfand. Aus Kostengründen übersiedelten die Veranstalter - IP Deutschland und SevenOne Media - heuer nach Köln. "Wir haben mit dem neuen Standort die Telemesse bewusst verschlankt und noch mehr Gewicht auf die Fachinformation gelegt", formuliert Dr. Walter Neuhauser, Geschäftsführer der IP Deutschland.



Die Sender präsentieren insgesamt viel Bekanntes beziehungsweise neue Varianten bekannter Formate: Absolut im Vormarsch: Gerichtsshows, Sendungen mit kriminaltechnischen Inhalten und Formate a la "Pop Idol" zur Suche neuer Musikstars und -sternchen.



Unter den Vermarkter scheint im Wettebwerb um die Werbekunden der Ton gegenüber den vergangenen Jahren deutlich schärfer zu werden. Nicht nur die verbalen Attacken auf die direkten Konkurrenten fallen kräftig aus, auch der Wettbewerb zwischen TV und Print auf dem Werbesektor scheint an brisanz zu gewinnen. RTL-Chefvermarkter Walter Neuhauser meint beispielsweise, er hätte nichts dagegen, wenn der TV-Anteil am Gesamtwerbekuchen noch ein bisschen ausgeweitet werden könnte.



"Das enorme Interesse der Fachbesuchher macht deutlich, dass die Telemesse vom Markt gewollt und gebraucht wird", gibt Peter Christmann, Geschäftsführer der SevenOne Media, ein Bekenntnis zur nicht immer völlig unumstrittenen Telemesse ab. "Das ungebrochene Interesse an des Marktes unterstreicht die herausragende Bedeutung dess Werbeträger Fernsehen", ergänzt Neuhauser.

(as)

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