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Gatterer-Preis: ÖJC-Präsident ortet Gefahren für Pressefreiheit

"Noch nie ging es unserer Branche so schlecht" - "Falter"-Redakteurin Nina Horaczek erhielt mit 5.000 Euro dotierten Preis

"Falter"-Journalistin Nina Horaczek wurde am Donnerstag im Schloss Esterhazy in Eisenstadt mit dem Claus Gatterer-Preis für sozial engagierten Journalismus ausgezeichnet. Den Festakt nutzte Fred Turnheim, Präsident des Österreichischen Journalisten Clubs (ÖJC), für Kritik an der Verschlechterung der Pressefreiheit im Land. "Noch nie ging es unserer Branche so schlecht wie in diesen Tagen", sagte Turnheim laut einer ÖJC-Aussendung.

Der Journalisten Club fordert daher vom neuen Nationalrat einen "Runden Tisch zur Verbesserung der Pressefreiheit in Österreich". Gerade "wirtschaftliche Gewalt" gefährde die Pressefreiheit und zu geringe Bezahlung, Kündigungen sowie gesetzeswidrige Frühpensionierungen würden den Druck auf die Journalisten verschärfen.

Neben Horaczek, die den mit 5.000 Euro dotierten Gatterer-Preis entgegen nehmen durfte, wurde "Standard"-Redakteurin Saskia Jungnikl mit einer "Ehrenden Anerkennung" bedacht. Der Claus Gatterer-Preis wird jedes Jahr vom ÖJC an Journalisten in Österreich und Südtirol vergeben.

(APA)
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