Fusion slowenischer Zeitungsverlage angekündi...
 

Fusion slowenischer Zeitungsverlage angekündigt

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Dnevnik, bei der die Styria Miteigentümer ist, und Vecer, haben ihre Fusion angekündigt.

Zwei der größten Zeitungsunternehmen in Slowenien, Dnevnik und Vecer, haben ihre Fusion angekündigt. Die beiden Verlage, die gleichnamige Tageszeitungen herausgeben, begründeten am Mittwoch in einer gemeinsamen Mitteilung den Schritt mit den verschärften Bedingungen auf dem slowenischen Medienmarkt. Bei den zuständigen Behörden sei bereits die Genehmigung beantragt worden, hieß es. Die Einzelheiten der Fusion wurden nicht bekanntgegeben. Medienberichten von Donnerstag zufolge sollen die beiden Tageszeitungen weiterhin bestehen bleiben und von einem gemeinsamen Unternehmen herausgegeben werden. Zusammen mit der Tageszeitung "Delo" gehören "Dnevnik" und "Vecer" zu den drei größten seriösen Tageszeitungen des Landes.

Die beiden Verlage haben eine vorherige Genehmigung für den Erwerb von jeweils 50 Prozent an einem gemeinsamen Unternehmen "DV Mediji" beantragt, das allerdings noch nicht in das Firmenregister eingetragen ist, berichtete die Nachrichtenagentur STA unter Berufung auf das zuständige Kulturministerium. Das Ministerium hat nun 60 Tage Zeit, eine Entscheidung zu treffen. Die Fusion sei wegen der Marktbedingungen erforderlich, erklärten die beiden Unternehmen. Weil die Zahl der Käufer von Printausgaben sowie der Umfang der Werbung zurückgehen, sei es immer schwieriger, beide Zeitungen selbstständig herauszugeben. "Nur durch die Fusion und einer gemeinsamen weiteren Entwicklung kann die Existenz der beiden Tageszeitungen gesichert werden", hieß es.

Das Verlagshaus Dnevnik gehört zu einem Viertel der Styria Media International GmbH mit Hauptsitz in Graz. Deren Geschäftsführer Klaus Schweighofer, der im Aufsichtsrat des slowenischen Unternehmens vertreten ist, sagte gegenüber "Delo", er würde keine Informationen über die geplante Fusion haben. Als Aufsichtsratsmitglied könne er die Angelegenheit auch nicht kommentieren. Auf Anfrage der APA gab es seitens der Styria Media Group ebenfalls keine Auskunft.

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