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Für 286 Mio. Euro: Springer will Online-Frauenportal verkaufen

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© aufeminin / Springer
© aufeminin / Springer

Der Medienkonzern will aufeminin an den französischen Fernsehsender TF1 verkaufen. Die Gruppe hatte sich stark in Richtung e-Commerce ausgerichtet.

Der Axel-Springer-Konzern trennt sich von seinem Frauen-Onlineportal aufeminin. Mit dem französischen Fernsehsender TF1 wurde eine Vereinbarung erreicht, derzufolge der Sender für den 78,43 Prozent-Anteil von Springer insgesamt 286,1 Millionen Euro zahlen soll. Die Einigung muss noch noch von Betriebsräten und Kartellbehörden abgesegnet werden, daher wird der Deal nicht vor März 2018 über die Bühne gehen.

aufeminin und seine Tochterunternehmen bieten Onlineportale, Foren und Produktabonnements für vorwiegend weibliche Zielgruppen. In Deutschland betreibt aufeminin das Frauenportal gofeminin, das Gesundheitsportal Onmeda sowie die Abonnementbox My Little Box. Das Unternehmen, das an der Pariser Börse notiert ist, ist in mehr als 20 Ländern aktiv und beschäftigt 470 Mitarbeiter. 2016 kam aufeminin auf einen Umsatz von 107 Millionen Euro. Zuletzt schlug aufeminin einen starken E-Commerce-Kurs ein, Springer verlegt sich dagegen eher auf klassische Verlagsfelder. 

Andreas Wiele, Vorstand Classifieds und Marketing Media Axel Springer SE, meinte dazu ein einer Aussendung: „Wir haben aufeminin in den letzten zehn Jahren gemeinsam mit dem Management zu einer erfolgreichen Gruppe mit großer Reichweite und diversifizierten Ertragsströmen ausgebaut. TF1 ist der folgerichtige neue Eigentümer, um insbesondere das weitere Wachstum in den Kernbereichen E-Commerce, Video und Werbevermarktung im französischen Heimatmarkt voranzutreiben.“

Gilles Pélisson, Chairman und CEO der TF1 Gruppe: „Diese Akquisition wird bei ihrem Abschluss ein großer Schritt vorwärts in der Transformation der TF1 Gruppe sein. Ich begrüße die Kreativität der Teams von aufeminin, die künftig Teil von uns sein werden: Sie haben großes Talent beim Aufbau ihres Markenportfolios in den Communities gezeigt.“

[Red.]

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