Freier Rundfunk befürchtet 'Katastrophe'
 

Freier Rundfunk befürchtet 'Katastrophe'

Der Verband Freier Radios Österreich (VFRÖ) fordert 1,5 Millionen Euro Akutförderung.

Der Verband der Freien Radios (VFRÖ) fordert die neue Bundesregierung auf, die im Regierungsprogramm „zur Prüfung“ angekündigte Förderung für nichtkommerziellen Rundfunk rasch in die Wege zu leiten. "Wir fürchten, dass einmal mehr zu viel Zeit verstreicht, bis die geplanten Förderungen in Kraft treten. Diese Zeit hat der nichtkommerzielle Rundfunksektor in Österreich aber nicht“, sagt Verbandsvorsitzender Helmut Peissl. Der Förderbedarf der Freien Radios betrage rund sechs Millionen Euro jährlich, wobei der Förderanteil von Ländern und Gemeinden mit maximal einer Million Euro eingeschätzt wird.







Wenn es auf Bundesebene nicht rasch zu einer Einigung über konkrete Förderungen für 2009 komme, bedeute das für den Sektor eine Katastrophe: "Von derzeit 45 Jobs bei den österreichischen Freien Radios wären in Konsequenz rund 20 nicht mehr zu halten – darüber hinaus könnten geplante EU-Projekte nicht in Angriff genommen werden", so der VFRÖ in einer Aussendung.

Der Verband gibt sich dennoch optimistisch, dass dem nichtkommerziellen Rundfunksektor ein eigener Rechtsstatus einräumt werden könnte. Bis dahin wird eine geeignete Überbrückungshilfe in der Höhe von mindestens 1,5 Millionen Euro Akutförderung gefordert.





Der VFRÖ vertritt hierzulande mittlerweile 13 Freie Radios, das sind nach eigenen Angaben fast ein Viertel der lizenzierten Privatradios in Österreich. Im kommenden Jahr wollen drei weitere Freie Radios im Raum Linz, Salzburg und Innsbruck auf Sendung gehen, darüber hinaus stehen mehrere Community TV-Initiativen in den Startlöchern. Auch ihre Zukunft hängt von den staatlichen Förderungen ab.
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