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Zenith prognostiziert Werbemarktwachstum um 11 Prozent

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Die globalen Werbeinvestitionen werden im Jahr 2021 um 11,2 Prozent wachsen, getrieben von einer Nachfrage nach E-Commerce-Werbung und Online-Video-Advertising.

Dies geht aus dem neuesten Advertising Expenditure Forecasts Report von Zenith hervor. Die Werbeausgaben werden sich in diesem Jahr auf insgesamt 669 Milliarden US-Dollar belaufen, das sind 40 Milliarden US-Dollar mehr als vor der Pandemie im Jahr 2019. Weltweit hätte die Corona-Pandemie den Wandel vom stationären Handel hin zum E-Commerce beschleunigt und dazu geführt, dass mehr Verbraucher denn je online Informationen zu Produkten recherchieren und auch einkaufen. Weiters prognostiziert Zenith, dass Social Media-Werbung in diesem Jahr um 25 Prozent auf 137 Milliarden US-Dollar wachsen wird und damit zum ersten Mal Search überholt. Search soll um 19 Prozent wachsen und 135 Milliarden US-Dollar erreichen.

Auch die TV-Zuschauer würden weiter in digitale Kanäle abwandern, sodass die Zahl der Online-Videos rapide ansteigt. Daran änderte auch das zwischenzeitliche Hoch der TV-Ratings während des ersten Lockdowns im Frühling 2020 nichts. Zenith prognostiziert, dass Online-Videowerbung im Jahr 2021 mit einem Anstieg von 26 Prozent auf 63 Milliarden US-Dollar der am schnellsten wachsende digitale Kanal sein wird. "Die Online-Video-Landschaft wandelt sich weiter, angetrieben durch das Wachstum von Streaming-Diensten und Connected TVs", sagt Benoit Cacheux, Global Chief Digital Officer bei Zenith. "Die fortschreitende Entwicklung erfordert ein radikales Umdenken, wie das optimale bildschirmneutrale Reichweitenmodell aufgebaut werden kann."

Insgesamt erwartet Zenith, dass die digitale Werbung im Jahr 2021 um 19 Prozent wachsen und ihren Anteil an den gesamten Werbeausgaben auf 58 Prozent erhöhen wird, gegenüber 48 Prozent im Jahr 2019 und 54 Prozent im Jahr 2020. Die USA werden 2021 den größten Beitrag zum globalen Wachstum leisten und für 46 Prozent der 67 Milliarden US-Dollar verantwortlich sein, die in diesem Jahr zum globalen Werbemarkt hinzukommen. China folgt mit 11 Prozent, Japan und Großbritannien kommen auf jeweils 6 Prozent. "Digitale Werbung wird zu einem immer effektiveren Instrument für das Markenwachstum, da sich Medien und Handel weiter ins Internet verlagern, was höhere Investitionen sowohl von großen Marken als auch von kleinen Unternehmen zur Folge hat", sagt Jonathan Barnard, Head of Forecasting bei Zenith, abschließend.

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