Focus Oktober: Nominell +11,8 Prozent
 

Focus Oktober: Nominell +11,8 Prozent

Die Herbstrallye beginnt mit fulminantem Oktober – kumuliert liegt 2010 bei nominell + 7,5 Prozent.

Seit Oktober 2009 (nominell Minus 4,7 Prozent) erhebt Marktanalyst Focus Media Research eine konsekutive Folge von wachsenden monatlichen Brutto-Werbespendings: Mit einem nominellen Plus von 11,8 Prozent ist der Oktober 2010 in den letzten elf Monaten der viertstärkste Wachstumsmonat (nach dem Dezember 2009 mit nominell +13,9 Prozent, Juni 2010 mit nominell +13,7 Prozent und März 2010 mit nominell 12,1 Prozent).

Die Wachstumsrate des Werbedrucks 2010 ist aus Vergleichsgründen um Online bereinigt (da hat Focus die Melderunde erweitert) – und läge mit der digitalen Display Welt noch ein Stück höher.
In absoluten Brutto-Zahlen gaben Österreichs Werbungtreibende im Oktober 2010 rund 395 Millionen Euro aus – das liegt sogar um knapp zehn Prozent über dem Oktober 2008 und gar um fast 15 Prozent über dem Wert aus dem Oktober 2007 (der, übrigens, mit 14,7 Prozent Plus verbucht wurde).

Kumuliert, also für die zehn Monate 2010 betrachtet, erhebt Focus ein Brutto-Wachstum von 7,5 Prozent (+8,3 Prozent für die klassischen Medien).
Das sind Brutto 2,962 Milliarden Euro (gut zehn Prozent mehr als im Vergleich zum kumulierten Wert 2008).  

Deutlich über dem Markt können die Werbeträger Kino (+28,1 Prozent), Gelbe Seiten (+21,6 Prozent), Regionale Wochenzeitungen (+19,1 Prozent), TV-Private (+18,9 Prozent) sowie die Tageszeitungen (nominell +9,7 Prozent) unter den klassischen Werbeträgern, sowie die Zeitungsbeilagen (+15,7 Prozent) im Direct Marketing-Segment zulegen.  

Im Plus, aber unter dem Marktwachstum, liegen Privatradio (+6,1 Prozent), Illustrierte/Magazine (+5,5 Prozent), ORF-Radio (+4,9 Prozent) sowie der klassische Prospekt (+6,3 Prozent).  

Auf Nulllinie erhebt Focus Direct Mails im B-2-C-Bereich.  

Im Minus finden sich die Werbeträger ORF-TV (nominell -5,4 Prozent – zu berücksichtigen ist freilich, dass der ORF 2010 seine Tarife um über zehn Prozent gesenkt hat…), die Fachzeitschriften (-3,6 Prozent), und die Außenwerbung (nominell -2,2 Prozent – zu berücksichtigen ist, dass seit 2009 hier die klassische Außenwerbung und Ambient Medien zusammengefasst sind).

Bleibt Online: Laut Melderunde der Vermarkter (die, wie schon angemerkt, von Focus 2010 fast verdoppelt wurde) wurde in Display- und Bannerwerbung Brutto in den ersten 10 Monaten 2010 105,5 Millionen Euro investiert (2009 belief sich der Brutto-Wert auf 89,5 Millionen Euro).    

Eine Rallye wie in „alten“ Zeiten vor dem September-2008-Crash und dem einjährigen Finanzmarkt-Katzenjammer, also? 
Ja, was die (Brutto-)-Summe und somit den Werbedruck angeht, nicht so ganz mit Blick ins Detail. Denn seit 2009 verteilen sich die Budgets zunehmend selektiver, die Schere“ zwischen Werbeträgern, die outperformen und Werbeträgern, die stagnieren oder ein Minus verzeichnen, geht weiter auf.
stats