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Focus Oktober: Klassik behauptet sich mit -0,1 Prozent

Laut Focus Media Research sind die Brutto-Werbespendings im Oktober 2009 um nominell 4,7 Prozent geschrumpft – allerdings “nur“ auf den ersten Blick:

Während sich nämlich im Oktober die klassischen Medien mit einem nominellen Minus von lächerlichen 0,1 Prozent toll behaupten, muss Direct Marketing ein sattes Minus verzeichnen - -3,7 Prozent nominell monatsbereinigt (das heisst um kalendarische Unterschiede zum Vergleichsmonat).



Dennoch: Gesamt betrachtet ist der Oktober 2009 nach den nominell -5,0 Prozent im Mai mit -4,7 Prozent der meisten Werbedruck verlierende Monat im laufenden Jahr. Kumuliert auf die ersten zehn Monate des Jahres liegt der Bruttowerbewert aller Werbeträger um nominell 2,3 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres (insgesamt brutto 2,7 Milliarden Euro)  – klassische Werbeträger büssen nominell -3,0 Prozent ein (Brutto-Werbespendings 2,2 Milliarden Euro), Direct Marketing liegt (monatsbereinigt) mit nominell +1,1 Prozent obenauf (brutto 527 Millionen Euro).



Seit Dezember 2008 liegen mit Ausnahme des Juli und des September 2009 alle Monate im Minus. Der Oktober 2008 verzeichnete noch ein nominelles Wachstum der Brutto-Werbespendings von 4,6 Prozent.



Ein bedenkliches Signal geht von der Entwicklung der Spendings der Sektoren aus – der Handel war 2009 mit Abstand die Wachstumslokomotive vor den Markenartiklern. Das hat sich im Oktober verändert, der Handel (LEH Lebensmitteleinzelhandel und Versandhandel) steigert seine Spendings „nur“ um nominell 2,5 Prozent und liegt damit hinter den Markenartiklern (+5,5 Prozent) und den „Sonstigen“ (Elektrohandel, Möbel, Baumärkte und ähnliches) mit nominell +4,2 Prozent im Oktober auf Rang drei. Weiterhin auf der Werbebremse stehen die Dienstleister und der Sektor Investitionsgüter mit jeweils nominell über sieben Prozent Minus.



Kumuliert betrachtet verzeichnen die Werbeträger Online (nominell +29,1 Prozent, allerdings brutto nur knapp 90 Millionen Euro Volumen), Zeitungsbeilagen (+9,7 Prozent), TV-Private (+8,8 Prozent), Gelbe Seiten (+5,5 Prozent)und Hörfunk Private (nominell +4,1 Prozent) Wachstum – die Außenwerber liegen mit -0,5 Prozent fast auf der Null-Linie, Fachzeitschriften, Magazine & Illustrierte sowie ORF TV und Hörfunk müssen Prozentverluste von nominell jeweils über zehn Prozent hinnehmen.



Alle Daten hier .
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