Focus Mai: Nominell +4,6 Prozent!
 

Focus Mai: Nominell +4,6 Prozent!

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Werbeanalyst Focus erhebt für Jänner bis Mai ein Wachstum des Brutto-Werbedruck von 4,8 Prozent gesamt – Werbebarometer-Prognose mit "nur" +0,8 Prozent "verhalten"

"Die Bäume wachsen nicht in den Himmel, aber sie wachsen" - das sagen Klaus Fessel und Josef Leitner, Focus Media Research, zur Werbebilanz der ersten fünf Monate 2013 und dem aktuellen Werbebarometer, der Prognose für die kommenden sechs Monate.

Denn so positiv von Jänner bis Mai die Entwicklung des Werbedruckvolumens erscheint - Focus bilanziert kumuliert in den fünf Monaten die klassischen Werbeträger mit einem nominellen Plus von nominell sechs Prozent, Direct Marketing mit +0,2 Prozent, was in Summe ein nominelles Plus von 4,8 Prozent ergibt - die Prognose aus der Befragung von 150 Marketern und Agenturleitern zeichnet zu diesem "heiteren" Bild der Volumensentwicklung ein leicht bewölktes Szenario, was die Erwartungen der Entwicklung für die nächsten sechs Monate anbetrifft: Nach +2,1 Erwartung in der Prognose aus dem März liegt im Mai-Update die Erwartung nun bei +0,8 Prozent.

Wobei zu bemerken ist, dass im März die Werbungtreibenden 2,1 Prozent erwarteten (die Agenturen 1,9 Prozent) - in der aktuellen Prognose erwarten die Werbungtreibenden nur mehr +0,4 Prozent (die Agenturen sind mit 3,2 Prozent optimistisch). Der Prognosewert der Auftraggeber, merken Fessel und Leitner auch an, habe es grosso modo in der Vergangenheit auch in realen Werten bestätigt. In Anbetracht eines "Media-Index" von 1,2 Prozent für 2013 (Preissteigerungen laut Tarifliste) ergäbe das, übersetzt, ein "Halten" im guten Fall.

Ein Drittel-Anteil aus parteipolitischer Werbung

Denn, analysieren Fessel und Leitner, im nominellen Wachstum von 4,8 Prozent Jänner bis Mai steckt rund ein Drittel-Anteil drin, der aus parteipolitischer Werbung kommt - womit das Brutto-Volumen, das aus "wirtschaftsorientierter Werbung kommt", so ziemlich genau bei jenen 3,2 Prozent der Agenturprognose liegen dürfte. Festzuhalten ist allerdings: Diese "Seitwärtsbewegung" der Wirtschaftswerbung spielt sich für alle Werbeträger-Gruppen auf einem Werbedruck-Rekordniveau ab - Online, Gelbe Seiten und Kino wachsen sogar im zweistelligen Prozentbereich, TV-Gesamt ist mit nominell +9,7 Prozent deutlich im Plus. Verhalten entwickelt sich Print mit nominell +1,8 Prozent (getrieben von nominell +5,2 Prozent der Regionalen Wochenzeitungen); ordentlich der Hörfunk (Gesamt nominell +2,8 Prozent - getrieben durch nominell +7,1 Prozent der Privaten Radios).

Top-Ten "Werbemotoren"

Focus stellt die Top-Ten "Werbemotoren" vor, die in absoluten Zahlen ihren Bruttowerbedruck am höchsten gesteigert haben in den Monaten Jänner bis Mai: Plus neun Millionen Bruttowerbedruck (oder plus 71 Prozent) wird A1 zugeordnet, +52 Prozent (oder plus 7,7 Brutto-Werbemillionen) Billa, plus drei Millionen Euro (nominell +35 Prozent) McDonald´s, gefolgt von Hofer (2,9 Brutto-Millionen oder nominell +14 Prozent), Austrian Airlines (Brutto-Plus von 2,9 Millionen Euro Werbedruck sind nominell plus 193 Prozent im Vergleich zu Jänner bis Mai 2013), Ford (plus 2,8 Millionen oder nominell +85 Prozent und t-mobile (+2,7 Millionen oder nominell +40 Prozent).

Politische Werbung im Wahljahr

Interessant ist der Beitrag politischer Werbung im Wahljahr: Team Stronach bilanziert Focus mit brutto 3,2 Millionen Werbedruck in den ersten fünf Monaten 2013; um 3,9 Brutto-Millionen Euro mehr als im Vergleichszeitraum bilanziert die ÖVP (das wären nominell +196 Prozent) und mit 3,2 Brutto-Millionen-Plus die SPÖ (nominell 442 Prozent).

Am Mittwoch vor dem Wahlsonntag am 29. September avisiert Focus eine detaillierte Analyse der Wahlkampfspendings.
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