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Focus März 2010: nominell +12,1 (+9,9) Prozent

Überhitzung? Focus Media Research erhebt für März 2010 ein nominelles Wachstum von 12,1 Prozent für die Gesamt-Brutto-Werbespendings – 9,9 Prozent für die Klassik.

Nein, Überhitzung ist es – noch - nicht: Der März 2009 nämlich als Referenzmonat war im letzten Jahr laut Focus Media Research mit einem nominellem Gesamtminus von 3,4 Prozent (Klassik: -6,3 Prozent) ganz und gar „unter Wasser“. Ein Vergleich mit dem Referenzmonat 2008 rückt die Volumina ein wenig zurecht: Im März 2008 erhob Focus ein Gesamtvolumen von rund 305 Millionen Euro (6,6 Millionen für Online) – zwei Jahre später ist das Brutto-Gesamtvolumen rund 338 Millionen Euro (und Online, deutlich in der Erhebung modifiziert, erreicht knapp 11 Brutto-Millionen für Display & Response).

Bemerkenswert im März 2010: Laut Focus erzielen alle Werbeträger Zuwächse (mit Ausnahme der Fachzeitschriften und dem – monatsbereinigten - Direct Marketing).

Erfreulich: Nach langer Durststrecke ist Kino wieder im Plus – kräftig zulegen können auch Hörfunk und TV (auch der ORF wächst wieder!) und Print – mit einem Plus von nominell 39.2 Prozent verzeichnet Focus für die Regionalen Wochenzeitungen einen Wachstumsrate, die zuletzt nur von Online bekannt war.

Stichwort Online: Nach der Erweiterung der ausgewerteten Sites sind Vergleiche mit 2009 obsolet – jedoch meldet Online seit Jahresbeginn monatlich knapp über 10 Millionen Brutto an Display-Umsätzen.

Kumuliert – also für das erste Quartal 2010 – sind das nominell 7,8 Prozent Wachstum der Bruttowerbespendings (+7,5 Prozent für die klassischen Medien).

Das sieht ganz gut aus, möchte man vor dem Blick auf die „Sektoren" meinen: Wo kommt das Wachstum her? Nominell um fast 30 Prozent legen die Medien in eigener Sache zu (also viel Druck und nur bedingt Wertschöpfung…); sehr achtbar die Markenartikler mit nominell +12,9 Prozent (Bitte vor den Vorhang!), stark auch „Sonstige“ (Freizeit/Sport, Touristik drin) mit nominell + 8,6 Prozent – und auch noch über dem Schnitt der Handel & Versand (das sind Lebensmitteleinzelhandel, Drogerien & Parfümerien, Otto-Versand & Co.) +8,5 Prozent). Noch nicht ganz auf der Wachstumsspur nach einem harten Jahr 2009 sind Dienstleister (Banken + Versicherungen) und Investitionsgüter (insbesondere KFZs sind da erfasst) – nominell +2,3 Prozent (Dienstleister und +6,2 Prozent (Investitionsgüter) sind zwar achtbar positive Signale, aber unter dem Marktschnitt.

Fazit: Der Werbedruck nähert sich dem Standard der Jahre 2007/2008 in durchaus vorzeigbarem Tempo wieder an.
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