Focus Jänner: Nominell +6,5 Prozent
 

Focus Jänner: Nominell +6,5 Prozent

#

Bruttowerbedruck im Jänner 2013 laut Focus Media Research: Gesamt nominell +6,5 Prozent, klassische Werbeträger (inklusive Online, exklusive Aussenwerbung) nominell +11,6 Prozent!

Kein Monat im Jahr 2012 konnte Werte erreichen wie der Jänner 2013 - durch das exzeptionelle Wachstum des Brutto-Werbedruck der klassischen Medien von geradezu sensationellen +11,6 Prozent erhebt Marktanalyst Focus Media Research für den ersten Monat des Jahres 2013 ein Gesamtwachstum von nominell +6,5 Prozent (seit Juli 2011 (!) gab es kein solches Mengenwachstum).

"Ich bin etwas erstaunt" formuliert sogar Klaus Fessel vom Marktanalysten Focus: Das hat jedoch einmal, einen rein formal kalendarischen Grund. Anno 2012 startete der Jänner mit einem Sonntag und endet an einem Dienstag - der Jänner 2013 beginnt an einem Dienstag in der sozusagen "gebrochenen" ersten Woche des Neuen Jahres und nimmt noch einen Donnerstag als 31sten Tag mit. Es bleiben naturgemäß 31 Tage, aber die verteilen sich eben ein wenig anders.

Einzupreisen wäre zweitens - Willkommen auf der sich wandelnden Focus-Bühne - dass Online mit nunmehr stabiler Melderunde aus 21 Sitebetreibern und Vermarktern Display, Mobile und Bewegtbild meldet, in die Gesamtbetrachtung auch relational einbezogen ist und gleich nominell +21,9 Prozent Brutto-Volumenwachstum einbringt.

Andererseits ist die Außenwerbung wegen der mit der Umstellung auf den OSA Outdoor-Server-Austria verbundenen Tarifänderungen in der Vergleichsbetrachtung ausgenommen - würde jedoch ebenso ein schönes Plus einbringen (das ausgewiesene Jänner-Volumen von rund 16,9 Millionen Euro liegt um rund 3,5 Millionen über dem "Tarif-alt"-Wert Jänner 2012).

Stichwort Tarife vulgo Media-Inflation: Nach 3,3 Prozent Preissteigerung für alle Gattungen für 2012 ermittelt Focus für 2013 einen "Preisinflationswert" von nurmehr 1,2 Prozent (Tarifänderungen Print, TV, Hörfunk, Außenwerbung).

Einzupreisen sind zumindest beim Hörfunk-Privat (und wohl auch den Regionalen Wochenzeitungen) Effekte rund um die Bundesheer-Abstimmung; Effekte rund um die Landtagswahlen in Niederösterreich und Kärnten und zweifellos auch die Ski WM in Schladming.

Zu den outperformenden Werbeträgern im Jänner 2013 zählen ganz vorn ORF-TV mit nominell +31,5 Prozent Wachstum des Brutto-Werbevolumen - ORF-Enterprise CEO Franz Prenner kommentiert auf Anfrage von HORIZONT den Jänner so: "Während im Jahr 2012 das erste Halbjahr, besonders das erste Quartal, von einer Zurückhaltung geprägt war, die zu einem regelrechten Investitionsstau geführt hat, feiern wir heuer einen guten Start. Bereits unsere durchwegs positiven Jahresgespräche, haben auf eine gute Stimmung am Markt schließen lassen. Das Medium TV erfährt nicht nur eine konstante Steigerung der Nutzungsdauer, sondern entwickelt sich allen Prognosen für Bewegtbild entsprechend zum Zukunftsmedium, insbesondere gilt das für den ORF, dessen hervorragende Performance die Focus-Daten aufzeigen."

Deutlich im Plus Hörfunk Privat mit nominell +20,8 Prozent (ebenso Kino mit nominell +20,3 Prozent und der "Sonderfall" Herold Gelbe Seiten, wo Print und Online satte +22,3 Prozent Bruttowerbevolumen ergeben) - und der ORF-Hörfunk mit nominell +10,5 Prozent.

Ausserordentlich schlagen sich die Regionalen Wochenzeitungen (wobei Focus den RMA-Kombi-Anteil nicht kennt, also die Einzelseiten aufaddiert) mit geradezu phantastischen 45,6 Prozent).

Tja, Print: Tageszeitungen (+2,4) gerade noch achtbar, Magazine (+1,3 Prozent) sozusagen auf der Inflationslinie - leider trifft diese Diagnose bei nominell -15,3 Prozent für die Fachzeitschriften nicht mehr zu (und an dieser Stelle appelliert der Fachzeitschriften-Autor: Vergesst Eure Special-Interest Titel bitte nicht!!).

Auch monatsbereinigt muss Direct Marketing Volumensabstriche hinnehmen - Mail hält sich, der Prospekt startet schwach im Monatsvergleich - und das Schrumpfen der Volumina für Zeitungbeilagen setzt sich im Jänner mit nominell -13,8 Prozent nahtlos fort.
stats