FMP kürt Franz Solta
 

FMP kürt Franz Solta

Christoph H. Breneis
Mediaperson des Jahres Franz Solta (Infoscreen) und Rookie of the Year Christoph Kellner (Performics/Publicis Media Austria).
Mediaperson des Jahres Franz Solta (Infoscreen) und Rookie of the Year Christoph Kellner (Performics/Publicis Media Austria).

Der designierte Direktor der Gewista und langjährige Geschäftsführer von Infoscreen wird vom Forummediaplanung zur Mediaperson des Jahres gekürt – Christoph Kellner, Performics/Publicis Media Austria, wird Rookie des Jahres.

Schon traditionell lädt das Forummediaplanung FMP im November zur Generalversammlung in den Marx Palast; der Vorstand unter Vorsitzender Elisabeth Plattensteiner zog vor knapp 200 Mitgliedern und Gästen Bilanz.

Höhepunkt der Media Night ist die Kür der Mediaperson des Jahres und des „Rookie“, dem Newcomer des Jahres – gewählt von Mitgliedern und Wegbegleitern des FMP. Erstmals wurden die FMP-Afficonados eingeladen, das „Media-Unwort“ des Jahres zu bestimmen –

Media-Unwort des Jahres: Programmatic geglättet

Die Liste der „Buzz-Words“ die selbst Media-Menschen auf Nerven und Geist gehen, ist lang: Da standen Ad-Fraud, Big Data, geglättet, Pitchkultur, Programmatic, Visibility oder DMP und weitere zur Auswahl – gewählt wurde, mit knappen Abstand, deshalb ein augenzwinkernder Doppelbegriff, Programmatic geglättet. Das Publikum lernt: Auch Experten werden von der Wucht bedeutungsschwerer Schlagwörter – erschlagen.

Rookie of the Year: Christoph Kellner

Vor drei Jahren bat das FMP Absolventen des Media-Lehrgang der FH St. Pölten um Statements zu ihren Erwartungen an die Branche, da betrat der frischgebackene Absolvent Christoph Kellner erstmals die FMP-Bühne. Als Moritz Huemer, Digital Head Performics, der Digitalunit der Publicis Media Austria, als Laudator die Bühne betrat, war klar, dass sich "sein" Teamleiter Client Service gegen eine Riege hochbegabter junger Frauen bei der Wahl durchgesetzt hatte. Der wusste sich auch eloquent zu bedanken: „Ich nehme den Preis als Ansporn, weiter Dranzubleiben“ und vergaß nicht, seinen Kollegen zu danken: „Das Orchester bin ich nicht allein, das geht nur gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen!“

Mediaperson des Jahres: Franz Solta

Im Jahr 2000 wurde Franz Solta, damals 37 Jahre jung, zum Marketingchef des buchstäblich 1998 gegründeten Tochterunternehmens der Gewista, Infoscreen, berufen; seit elf Jahren ist er Geschäftsführer. Infoscreen hatte vor 16 Jahren 33 Screens in sieben Wiener U-Bahn-Stationen und stand ganz am Anfang: Ein Outdoor Bewegtbildmedium, dass natürlich Werbung – statisch und bewegt – zeigt und auch kurzweilige und nützliche Informationen an das verweilende Publikum ausspielen soll. Es galt also nicht nur, ein Medium zu verkaufen sondern auch ein Content-Konzept zu entwickeln. Anno 2016 verfügt Infoscreen über Standorte in Wien, Graz, Linz und Innsbruck und bespielt neben Stationen, Bussen und Strassenbahnen auch den Wiener Flughafenzubringer-Zug CAT. Das Konzept von Infoscreen, eine originär österreichische Entwicklung, wurde von Gewista Mehrheitseigentümer JCDecaux mittlerweile auch exportiert. Krönung der Karriere Soltas als das Gesicht von Infoscreen (und hoch engagiertes Vorstandsmitglied und Förderer des FMP) war im Herbst die Berufung zum Nachfolger von Gewista Generaldirektor Karl Javurek mit 1. Jänner 2017.

Laudator Alexander Kunz begleitete Solta von 200 bis 2005 als Business Development & Strategic Marketing-Verantwortlicher bei Infoscreen (war zuletzt für Publicis Media Austria in Wien, London und Johannesburg stationiert und ist seit Mai 2016 in Wien Managing Director von Vizeum Austria, einer Mediaagenturmarke der Dentsu Aegis Austria) und drückt seine – sichtlich freundschaftliche – Bewunderung für Solta ganz direkt aus: „16 Jahre durchzuhalten und eine Vision zu haben, das ist schon was! Damals, als wir begonnen haben bei Infoscreen, war Papier für die Außenwerbung alles – und Du hast von Content geredet.“ Mit der Mediaperson des Jahres, hatten die FMP-Vorstände Elisabeth Plattensteiner (OMG) und Georg Gartlgruber (GroupM) zuvor in Erinnerung gerufen, soll eine Persönlichkeit ausgezeichnet werden, „Handschlagqualität, Mut und Klarheit im Handeln gerade in diesen turbulenten Zeiten hat und Stabilität in diese Turbulenz reinbringt“. Kunz formuliert das in seiner Laudatio so: „Deine lokale Arbeit hier in Österreich gilt im Außenwerbe-Weltkonzern Decaux als Benchmark!“

Der so Ausgezeichnete ist, in seinen Worten, „gerührt und geschüttelt zugleich.“ Nachsatz: „Ich nehm das als persönliches Signal und Zeichen auf einem guten Weg zu sein.“ Applaus.
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