FM4: "Falter" berichtet über mögliche Einstel...
 

FM4: "Falter" berichtet über mögliche Einstellung, Medienminister dementiert Pläne

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Der "Falter" berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, dass der ORF-Jugendsender FM4 von der türkis-blauen Regierung abgeschaltet werden könnte.
Der "Falter" berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, dass der ORF-Jugendsender FM4 von der türkis-blauen Regierung abgeschaltet werden könnte.

Laut einer "vertraulichen Information", die dem "Falter" zugespielt worden ist, soll der ORF-Jugendsender FM4 2019 eingestellt werden. Medienminister Gernot Blümel dementiert diese Pläne gegenüber der APA.

Der "Falter" berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, dass der ORF-Jugendsender FM4 von der türkis-blauen Regierung abgeschaltet werden könnte. Dem "Falter" liege hierzu eine "vertrauliche Information" mit folgendem Inhalt vor: "Am Freitag wurde im ORF am Küniglberg ein außerordentlicher Lenkungsausschuss einberufen. Ursprüngliches Thema: Einbau von Studios am Küniglberg für FM4 sowie die komplette Umsiedlung des Senders. Im Zuge dessen wurden die Maßnahmen infrage gestellt, da laut Regierung FM4 2019 eingestellt werden soll." Wegen Nichterfüllung des Bildungsauftrags könnte die neue Regierung dem ORF die FM4-Frequenzen im Zuge einer anstehenden ORF-Gesetzesreform entziehen.

"Das ist eines von sehr vielen Gerüchten, die derzeit zu medienpolitischen Fragen umgehen. Wir wollen uns aber mit medienpolitischen Inhalten, nicht mit Gerüchten ohne Grundlage beschäftigen", heißt es dazu aus dem Büro von Medienminister Gernot Blümel (ÖVP) gegenüber der APA. Blümel bereite derzeit eine Medienenquete vor, "um einen echten medienpolitischen Diskurs in Österreich zu starten". Stattfinden soll diese Expertentagung, bei der es auch um den ORF und eine mögliche Reform des öffentlich-rechtlichen Senders gehen wird, im Frühjahr. "Bis dahin wird es wohl immer wieder unterschiedliche Spekulationen von verschiedenen Seiten geben. Daran werden wir uns nicht beteiligen", sagte eine Sprecherin von Blümel der APA.

Radiodirektorin Monika Eigensperger, ORF-Manager Pius Strobl und ORF-Kommunikationschef Martin Biedermann dementierten gegenüber dem "Falter" die Pläne. Norbert Steger, der für die Freiheitlichen im ORF-Stiftungsrat sitzt, verweist laut dem Bericht auf das Regierungsprogramm und die ORF-Enquete: "Im Regierungsprogramm steht, dass wir keinen Sender privatisieren. Eine Einstellung von Sendern ist rein theoretisch denkbar. Nach Ostern wird man eine Enquete zum ORF abhalten und dann weitersehen."

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