Flugblattsteuer endgültig vom Tisch
 

Flugblattsteuer endgültig vom Tisch

Die Kritik an den von HORIZONT aufgedeckten Plänen für einen Ersatz der allgemeinen Werbesteuer war dem Finanzministerium offenbar zu groß.

Als der HORIZONT in der Ausgabe Nr. 7/2008 erstmals über die vom Finanzministerium geplante Flugblattsteuer berichtete, war die Aufregung in der Werbebranche groß. Die heftige Kritik an den Plänen, die ungeliebte Werbesteuer durch eine Abgabe auf Flugblätter, Prospekte und Zeitungsbeilagen zu ersetzen, zeigte offenbar Wirkung. Schon seit einigen Wochen kursiert das Gerücht, dass die neue Steuer nicht kommen wird.



Nun gibt es die erste offizielle Stellungnahme dazu: Peter Drössler, Obmann des Fachverbandes Werbung in der Wirtschaftskammer Österreich bestätigt einen entsprechenden Bericht im Branchenmagazin für Druck, Design und Verpackung "4c" gegenüber der Apa: "Die Ablehnung des Entwurfs war branchenübergreifend einhellig. Damit war das Thema wohl vom Tisch."

Gleichzeitig dürften aber auch die Bemühungen um die Abschaffung der allgemeinen Werbesteuer ins Stocken geraten sein. Drössler: "Zuletzt war im Finanzministerium kein Wille zur ersatzlosen Streichung der Steuer erkennbar."

(rs)

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