Flirt zwischen Post und feibra
 

Flirt zwischen Post und feibra

Post führt intensive Verhandlungen über einen Einstieg beim Massenverteilerdienst feibra

Der Flirt zwischen Post und feibra begann schon im März dieses Jahres: Da startete die Post ein Pilotprojekt, das im 10. Bezirk versuchsweise läuft: Tageszeitungen werden jeden Samstag in den frühen Morgenstunden zugestellt. Partner der Post: Die Direktmarketing-Firma feibra. Mit dem Start dieses Projektes will Post-General Anton Wais dem Wunsch der Zeitungsabonnenten und Verlage Rechnung tragen. Im nächsten Schritt will die Post die Frühzustellung auf weitere Wiener Bezirke ausweiten. Sollten die Testreihen Erfolg bringen, will man die Frühzustellung von Tageszeitungen in Wien und in den Ballungszentren der Bundesländer künftig täglich anbieten.



Seit dieser Zeit führt die Post intensive Verhandlungen über einen Einstieg beim Massenverteilerdienst feibra. Ein Geschäftsfeld, dass mit rund 3,5 Millionen täglich angefahrenen Adressen österreichweit für die Post sowohl im Privatgeschäft als auch im Geschäftsverkehr besonders wichtig ist. Mittlerweile sollen sich die Verhandlungen zwischen Post und feibra bereits in einem konkreten Verhandlungsstadium befinden. Das ließ Postsprecherin Michael Homula verlauten. Mehr verrät man weder bei der Post, noch bei feibra. Hinter den Kulissen spricht man von einem 350 Millionen-Schilling-Angebot der Post für 70 Prozent der feibra-Anteile.

Mittlerweile hat der Aufsichtsrat der Post AG das Übernahmeangebot für die feibra abgesegnet. Den Firmenwert errechnete die Post nach einer Prüfung mit rund 500 Millionen Schilling. Für die restlichen 30 Prozent will sich die Post von den derzeitigen Eigentümern Anton Feistl und Helmut Brauner ein Vorkaufsrecht aushandeln. Die Feibra beschäftigt 120 Angestellte und setzt jährlich 350 Millionen Schilling um. Bei der Haustür-Werbung hält das Unternehmen einen Marktanteil von 24 Prozent. Die Post selbst ist mit 45 Prozent Marktführer. Mit diesem Deal soll der Marktanteil ausgebaut werden. Vor allem will man das Know-how im Prospekteverteilen. feibra-Chef Anton Feistl soll das Unternehmen weitere drei Jahre gemeinsam mit einem von der Post gestellten Geschäftsführer leiten. Bereits Ende Juni sollen die unterschriftsreifen Verträge unterzeichnet werden. Bei der Post will man den Deal mit allen Mitteln noch vor dem Sommer unter Dach und Fach haben.


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