Fix: Reinhard Scolik neuer BR-Fernsehdirektor
 

Fix: Reinhard Scolik neuer BR-Fernsehdirektor

ORF/Milenko Badzic
Reinhard Scolik zieht es nach München.
Reinhard Scolik zieht es nach München.

Rundfunkrat des BR stimmte der Personalie nun zu

Bereits Anfang Anfang der Woche war durchgesickert, dass der ORF-Mann Reinhard Scolik neuer Fernsehchef des Bayerischen Rundfunks (BR) werden soll, er war der Wunschkandidat von Intendant Ulrich Wilhelm (HORIZONT berichtete). Am Donnerstag hat nun der Rundfunkrat des BR der Personalie zugestimmt: Scolik tritt seinen Posten damit zum 1. März des kommenden Jahres an. Sein Vertrag läuft fünf Jahre lang. 

"Seine ausgeprägte Kulturkompetenz im Bereich Film, Bildung, Unterhaltung, Theater und Literatur, gepaart mit einem klaren öffentlich-rechtlichen Profil und langjähriger, auch internationaler Programmerfahrung im Bereich Hörfunk und Fernsehen, machen ihn zu einer idealen Besetzung für den BR-Fernsehdirektor", so Ulrich Wilhelm über den neuen starken Mann im BR. "Mit Blick auf den raschen digitalen Wandel stehen wir vor der Herausforderung, Qualität und Profil unserer Fernsehangebote weiter zu stärken und den veränderten Nutzungsgewohnheiten Rechnung zu tragen. Hier sind beherzte Programmentscheidungen, Mut zu neuen crossmedialen Formaten und Inhalten sowie Managementqualitäten gefragt - all diese Voraussetzungen bringt Reinhard Scolik mit."

Scolik arbeitet derzeit beim ORF als Leiter für Strategische Planung und Administration und verantwortet auch die Personalplanung. Darüber hinaus fungiert er als Koordinator für 3sat und Arte - er hat innerhalb des ORF also eine gewichtige Position inne. Zwischen 2002 und 2006 war er unter Monika Lindner ORF-Programmdirektor. Auf seine neue Aufgabe freut er sich nun: "Der BR hat sich stets als große und wichtige Kulturunternehmung verstanden. Er stellt Bayern in seiner reichen kulturellen und regionalen Vielfalt dar und hat dabei auch das weitere Umfeld im Blickfeld. Dazu kommt ARD-alpha mit seinen unverzichtbaren Bildungs- und Wissenschaftsangeboten. Gerade in einem zusammenwachsenden Europa ist es wichtig, dem Land, seinen Menschen und ihren Leistungen in den elektronischen Medien eine umfassende Präsenz zu geben." Diese Stärken wolle er ausbauen, so Scolik. 

Wrabetz: "Einer der wichtigsten und profiliertesten Manager"



Für den ORF ist Scolik natürlich ein Verlust. Durch ihn wird aber auch eine Stelle frei, die in den kommenden Monaten bis zur Wahl des neuen Generaldirektors wichtig werden könnte. Generaldirektor Alexander Wrabetz würdigte Scolik jedenfalls als "einen der wichtigsten und profiliertesten Manager und Programm-Macher". Als Programmdirektor habe er mit Sendungen wie "Dancing Stars", "Starmania", "Donnerstag Nacht" und anderen sehr wichtige Akzente in der Entwicklung der TV-Programme im ORF gesetzt. "Reinhard Scolik ist ein ausgewiesener 'Kulturmensch' und hat im ORF Kulturerfolge wie Opern im Hauptabend, das 'Kultur-Universum' oder Fiction-Erfolge wie Dornhelms 'Kronprinz Rudolf' und 'Vier Frauen und ein Todesfall' verantwortet. Er wird eine der wichtigsten Funktionen im deutschsprachigen Fernsehen bekleiden, noch dazu bei einem unserer wichtigsten Partnersender, was mich besonders freut."
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