Finanzdienstleister lassen Senioren im Netz a...
 

Finanzdienstleister lassen Senioren im Netz allein

Mummert+Partner: Die Gruppe der über 50-Jährigen ist die am stärksten wachsende Online-Gemeinde. Dennoch bieten Banken und Versicherungen kaum spezielle Online-Produkte für Senioren an.

Die Gruppe der über 50-Jährigen ist die am stärksten wachsende Online-Gemeinde. Die Anzahl der so genannten Silver Surfer stieg binnen eines Jahres um über zehn Prozent. Dennoch bieten bisher nur 12,8 Prozent der Banken spezielle Produkte für Senioren an und Versicherungen widmen nur 28,7 Prozent ihrer Angebote älteren Online-Kunden. Das ergab eine Studie der Mummert + Partner Unternehmensberatung.

Silver Surfer könnten, so Mummert+Partner, ein breites Angebot der Finanzdienstleister nutzen: Kontoführung und Überweisungen, Vorsorge für den Erbfall, Ansparpläne für Kinder und Enkel sowie Vermögensverwaltung. Senioren sind eine attraktive Zielgruppe für Finanzdienstleister, denn mit ihnen erreichen sie eine äußerst finanzstarke, stetig wachsende Gruppe.

Das Potenzial ließe sich bei den Senioren jedoch schwieriger ausschoepfen als in anderen Zielgruppen: "Viele würden die Angebote gern nutzen, haben aber wenig oder keine Erfahrung mit dem neuen Medium Internet." So schlagen Initiativen der Finanzdienstleister bei den Silver Surfern unnötig fehl, denn sie bieten, so die Studie, ihren Kunden oft zu wenig Service rund um das Internet, um anfängliche Hemmschwellen abzubauen. In der Studie wurden die Angebote der Deutschen Bank, Dresdner Bank, DG-Bank, Citibank, Commerzbank, Stadtsparkasse München, UBS, Credit Suisse, Österreichischen Creditanstalt und Zürcher Cantonalbank positiv bewertet.

(er)

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