Filmwirtschaftsbericht 2019
 
Österreichisches Filminstitut
2018 gab es einen Zuwachs an Kinos sowie ein steigendes Angebot an Filmen.
2018 gab es einen Zuwachs an Kinos sowie ein steigendes Angebot an Filmen.

Der österreichische Film setzt Erfolgslauf fort.

Der österreichische Film erreichte im Jahr 2018 mit 6,2 Prozent Marktanteil einen Spitzenwert. "Das zählt umso mehr, als das Kino in Österreich in einer schwierigen Situation steckt", heißt es in einer Aussendung des Österreichischen Filminstituts. Einem Zuwachs an Kinos (drei Betriebe mehr als im Jahr davor) auf 142 Kinos mit 577 Sälen (15 mehr als 2017) sowie einem nach wie vor steigendem Angebot an Filmen in den Kinos (481 Filme wurden 2018 gezeigt) steht eine seit mehreren Jahren leicht sinkende Zahl an Besuchen gegenüber. 12,9 Millionen Besuche waren es 2018, in den Jahren davor schwankten die Besuchszahlen noch rund um 15 Millionen pro Jahr.

2018 erzielte der erfolgreichste Film 480.496 Kinobesuche. Von den 50 beim Publikum erfolgreichsten Filmen des Jahres 2018 waren 43 US-Produktionen, die Top 5 sind allesamt Fortsetzungen beziehungsweise Sequels. Drei österreichische Filme beziehungsweise Koproduktionen mit österreichischer Beteiligung sind in den Top 50 zu finden: Hilfe, ich habe meine Eltern geschrumpft, Arthur & Claire und The Green Lie. Heimische Filme erzielen 2018 im Ausland über zwei Millionen Kinobesuche. Deutschland ist unangefochten der wichtigste Auslandsmarkt für östereichische Produktionen.

2018 wurden 131 geförderte Kinofilme im österreichischen Fernsehen in den Programmen ORF Eins und ORF 2 ausgestrahlt. Im aktuell erfassten Jahr 2017 beschäftigen 2.394 Unternehmen rund 8.000 Mitarbeiter und erzielen damit 1,4 Milliarden Euro an Erlösen und Erträgen. Dem stehen für das Jahr 2017 öffentliche Mittel für die Herstellungsförderung von 55 Millionen Euro gegenüber. Die Subventionsquote der Filmwirtschaft, bezogen auf den Umsatz, liegt bei 3,7 Prozent. 19 Förderstellen in Österreich haben 2018 Auszahlungen in Höhe von 74,8 Millionen Euro vorgenommen. Auf die Herstellung von Fimen entfallen 72,3 Prozent aller Mittel. Innerhalb der Herstellungsförderung erhält der Bereich Kinofilm 61,2 Prozent der ausgeschütten Mittel.

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