Filmfonds Wien fördert neue Kino- und TV-Proj...
 

Filmfonds Wien fördert neue Kino- und TV-Projekte mit 4,1 Millionen Euro

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Elf Film- und 15 Fernsehprojekte erhalten Förderungen.
Elf Film- und 15 Fernsehprojekte erhalten Förderungen.

Förderzusagen des Filmfonds Wien zur 4. Jurysitzung 2019 und zum 3. TV-Antragstermin 2019

Bei der vierten Sitzung des Filmfonds Wien 2019 erteilte die Jury insgesamt elf Projekten Zusagen – Mittel in Höhe von 3,15 Millionen Euro wurden vergeben. Eingereicht waren 22 Projekte mit einer Antragssumme von etwa 4,61 Millionen Euro. Zum dritten TV-Antragstermin 2019 wurden 24 Fernsehprojekte mit der Gesamtantragssumme von 2,19 Millionen Euro eingereicht, 15 Projekte erhielten Zusagen vom Filmfonds Wien in Höhe von knapp einer Million Euro.

Acht Projekte erhalten Herstellungsförderung in Gesamthöhe von 3.020.500 Euro:

  • Mit "Sojus" entsteht das Langfilmdebüt von Nachwuchsregisseurin Magdalena Lauritsch. In dem Scifi-Thriller müssen die Besatzungsmitglieder einer Raumstation mitansehen, wie die Erde in einer Naturkatastrophe versinkt.Das Drehbuch verfasste Lauritsch gemeinsam mit Jessica Lind, das Szenenbild wird von Johannes Mücke und der Wiener Firma Wideshot („Independence Day: Resurgence“, „White House Down“, „Anonymous“) entworfen und umgesetzt. Valerie Pachner, George Blagden („Vikings“, „Versailles“) und Merab Ninidze führen die internationale Besetzung an. Die Dreharbeiten der österreichischen Koproduktion von Graf Film und Samsara Film sind für den Sommer 2020 in Wien geplant.
  • Autor und Regisseur Adrian Goiginger will den historischen Stoff "Der Fuchs" verwirklichen Erzählt wird die wahre Geschichte eines traumatisierten, österreichischen Soldaten, der im Zweiten Weltkrieg durch die innige Freundschaft mit einem Fuchswelpen den Glauben an das Leben und die Liebe wiederfindet. Die deutsch-österreichische Koproduktion wird auf österreichischer Seite von Orbrock Film und 2010 Entertainment gestemmt.
  • Von drei jungen Kurdinnen in Wien handelt der Coming-of-Age-Film "Sonne", den Regisseurin Kurdwin Ayub („Paradies! Paradies!“) mit der Ulrich Seidl Filmproduktion dreht. Nachdem sie über Nacht in der muslimischen Community zu Youtube-Stars geworden sind, ändert sich das Leben der drei Teenagerinnen und sie müssen entscheiden, wie sie sich persönlich, kulturell und auch politisch positionieren.
  • Der Dokumentarfilm "Wanderjahre" begleitet die frischgebackene österreichische Kochweltmeisterin Agnes Karrasch auf ihren Lehr- und Wanderjahren durch fünf der renommiertesten Restaurants in die Welt der Spitzengastronomie. Dabei fordern der Film und seine Protagonistin Antworten zu drängenden Themen wie Gleichberechtigung und Nachhaltigkeit in der durch Tradition bestimmten Sterneküche ein. Die deutsch-österreichische Koproduktion der Horse & Fruits München und Horse & Fruits Wien entsteht unter der Regie von Melanie Liebheit nach dem Buch von Gereon Wetzel („El Bulli - Cooking in Progress“).
  • "Darwins Arche" will das Naturhistorische Museum in Wien porträtieren.  Im Angesicht von Klimawandel und Artensterben wird das Museum immer rasanter Zeuge dessen, was es heute nicht mehr gibt und in Zukunft nicht mehr geben wird. Der Film von Dokumentarist Joerg Burger wird von Navigator Film umgesetzt.
  • Die Tragikomödie "Alles andere ist primär" ist das Langfilmdebüt von Autor und Regisseur Tobias Dörr. Die Produktion der Film AG wird im kommendes Jahr in Wien gedreht
  • "Serviam - ich will dienen"  ist der neue Film von Regisseurin Ruth Mader, die gemeinsam mit Koautor Martin Leidenfrost auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet, die epo-film und die Ruth Mader Filmproduktion koproduzieren: Ein katholisches Mädcheninternat in der Nähe von Wien. Eine Nonne kämpft gegen den Untergang des Glaubens. Ein Mädchen ist bereit, sich zu opfern. Ein Film über Glaube, Hingabe und die Existenz Gottes.
  • Das zu Beginn des 20. Jahrhunderts spielende Drama "Monte Libertà" widmet sich der gleichnamigen freigeistigen Kooperative, die bis heute als eine Vorreiterin alternativer Lebenskonzepte gilt. Das Entwicklungsdrama von Regisseur Stefan Jäger nach dem Drehbuch von Kornelija Naraks begleitet die junge Hanna, die aus ihrem bürgerlichen Leben in die Schweizer Kommune flieht. Jedoch ist die zweifache Mutter hin- und hergerissen zwischen der Verpflichtung gegenüber ihrer Familie und der Faszination für das Leben der ReformerInnen. Die Partnerländer der minoritären Koproduktion sind die Schweiz und Deutschland, auf österreichischer Seite produziert Kranzelbinder Gabriele Production.

Drei Projekte erhalten Projektentwicklungsförderung in Höhe von 135.000 Euro:

  • 52 Folgen der Kinderbuchadaption "Geschichten vom Franz" von Christine Nöstlinger. Die Drehbücher hierzu werden von einem Team rund um Autor Roland Hablesreiter verfasst, die Nikolaus Geyrhalter Film gemeinsam mit der Arx Anima Animation Studio für das Fernsehen entwickelt.
  • Mit seinem neuen Dokumentarprojekt "Wien/Shanghai"  begibt sich Regisseur, Autor und Produzent Paul Rosdy auf die Spuren dreier nach China geflüchteter ÖsterreicherInnen: die Filmpioniere Jakob und Luise Fleck, die noch in den 1940er Jahren gemeinsam mit Regisseur Fei Mu chinesische Filmgeschichte schrieben, und Ferdinand Adler, Konzertmeister des Shanghai Municipal Orchestra, der chinesischen Waisenkindern Musikunterricht gab.
  • Autor und Regisseur Benjamin Heisenberg bereitet mit der Nikolaus Geyrhalter Film und Koautor Markus Schleinzer seinen neuen Film "Das schwedische Modell" vor. In der Komödie leben die Eltern Christine und Martin mit ihrem achtjährigen Sohn Oscar das titelgebende Trennungsmodell: Oscar bleibt im Apartment, die Eltern wechseln sich besuchsweise ab. Jedoch weiß der Sohn die neue Situation schon bald für sich selbst zu nutzen.

Drei fiktionale und zwölf dokumentarische TV-Projekte erhalten Förderung in Höhe von 989.958 Euro:

  • Unter den geförderten Fernsehprojekten befinden sich nach „Todesfrist“ zwei weitere Fälle des ungleichen Ermittlerduos Sabine Nemez und Marten S. Sneijders. In "Todesurteil", dem zweiten Thriller nach den Vorlagen von Andreas Gruber, setzt Profiler Sneijder seine Studierenden, unter ihnen Kriminalistin Sabine Nemez, auf einen neuen Mordserie an. Im dritten Teil, "Todesmärchen", gibt eine drapierte Frauenleiche Ermittlerin Nemez Rätsel auf, zumal Sneijder mehr über das Verbrechen zu wissen scheint als er seiner Kollegin preisgibt. Josefine Preuß und Raymond Thiry sind wieder in den Hauptrollen zu sehen, Regisseur Christopher Schier inszeniert erneut nach den Drehbüchern von Verena Kurth. Die Dreharbeiten für die Koproduktionen der Münchner Constantin Television und der Wiener epo-film finden im Frühjahr in Wien statt.
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