Filmförderung lohnt sich
 

Filmförderung lohnt sich

Das Österreichische Filminstitut betont im "Filmwirtschaftsbericht 2010" das Wachstumspotenzial des Österreichischen Films.

Dass die österreichische Filmbranche eine Branche mit hohem Wachstum ist und dass sich Investitionen in dieses Segment gleich auf mehrfache Weise zeigt der "Filmwirtschaftsbericht 2010", der soeben veröffentlicht wurde. Allein durch die Herstellung von Filmen würden neben der kulturellen Leistung bereits in der Entstehung enorme makroökonomische Effekte erzeugt.

Die in Zusammenarbeit mit Statistik Austria erhobenen Zahlen belegen, dass der Gesamtumsatz der österreichischen Filmwirtschaft über 690 Millionen Euro betrug. Dieser Umsatz wurde von über 2.100 Unternehmen erwirtschaftet, von denen rund drei Viertel als Filmproduzenten arbeiten. Berücksichtigt man alle an der Filmwirtschaft ebenfalls beteiligten, von Statistik Austria aber nicht erfassten Bereiche (beispielsweise Festivals und strukturtragende Organisationen) kann  insgesamt von rund 850 Millionen Euro Jahresumsatz ausgegangen werden.

Zusätzlich dazu würden die indirekten Effekte im Rahmen der gesamten Wertschöpfungskette des Films wirksam, die bis hin zu Tourismus und Gastronomie reichten. In zahlreichen Studien werden diese zusätzlichen indirekten Effekte zwischen 20 und 30 Prozent angesetzt. Damit liegt die geschätzte gesamtwirtschaftliche Bedeutung der österreichischen Filmwirtschaft und ihrer Nahebereiche an der Milliardengrenze.

Setzt man die Gesamtförderungen der öffentlichen Hand in Österreich von rund 60 Millionen Euro im Jahr 2009 in Relation zu den Umsätzen der Kino- und TV-Hersteller im Jahr davor, ergibt sich eine Förderquote von unter 20 Prozent, heißt es vom Österreichische Filminstitut. Bei einer angenommenen Steuerquote von 30 Prozent kann von rund 100 Millionen Euro Steuerleistung ausgegangen werden. In Relation zur Förderung bedeutet das, dass jeder Euro Förderung zumindest 1,5 Mal als Steuer-Euro in die öffentlichen Kassen zurückfließt.
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