Film Fonds Wien unterstützt neuen Brenner, Un...
 

Film Fonds Wien unterstützt neuen Brenner, Unterweger und Horvath

Elisabeth Scharang nähert sich Jack Unterweger, Wolfgang Murnberger zum vierten Mal Wolf Haas' Brenner - Insgesamt werden zehn Projekte mit 1,523 Mio. Euro gefördert

"Geschichten aus dem Wiener Wald" in türkischer Migrationsvariante, der neue Brenner mit Josef Hader und Jack Unterweger als Filmvorlage - breit ist das Spektrum jener Werke, die in der aktuellen Sitzung des Film Fonds Wien als förderwürdig anerkannt wurden. Von den eingereichten 19 Projekten erhielten zehn eine Zusage mit einer Gesamtfördersumme von 1,523 Mio. Euro.

Unter dem Titel "Horvath lebt!" transferiert Max Gruber Ödön von Horvaths "Geschichten aus dem Wiener Wald" in die Istzeit und kleidet das Theaterstück in eine filmische Rahmenhandlung. Wie bereits vom Österreichischen Filminstitut erhält mit "Das ewige Leben" auch die vierte Verfilmung eines Brenner-Krimis von Wolf Haas durch Wolfgang Murnberger eine Unterstützung, während sich Elisabeth Scharang mit der Resozialisierungsgeschichte "Jack" an die Figur des Jack Unterwegers anlehnt, wofür sie Johannes Krisch gewinnen konnte.

Auch vier dokumentarische Arbeiten erhalten Unterstützung. In "Bürger B." macht sich Werner Boote dokumentarisch auf die Erkundung der Überwachungsgesellschaft, während Michael Palm sich in "Cinema Futures" essayistisch der Zukunft des Kinos im digitalen Zeitalter widmet. Mit "Last Shelter" zeichnet Gerald Igor Hauzenberger die Lebensgeschichten jener Asylwerber nach, die heuer die Wiener Votivkirche besetzt hielten. Und schließlich wurde Nathalie Borger eine Mittelerhöhung für "Haider. Einer, der alles verspricht" zugesagt.

Insgesamt 85.000 Euro werden an drei Vorhaben für Projektentwicklungsförderung vergeben. "Weapon of choice" von Fritz Ofner will das Spannungsverhältnis von Kapitalismus und Gewalt beleuchten, das Drama "Kinder" von Catalina Molina und Senad Halilbasic das Zusammenwachsen einer Familie zeigen und "Deckname: Holec" die Spionage-Causa um den verstorbenen Wiener Altbürgermeister Helmut Zilk als Politthriller aufarbeiten.

(APA)
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