Fernsehen zum Frühstück wird immer beliebter
 

Fernsehen zum Frühstück wird immer beliebter

forkART Photography
Der ORF rechnete vor einem Monat vor, dass ihm die Morgenschiene beim Tagesmarktanteil ein Plus von 0,4 Prozentpunkten beschert habe.
Der ORF rechnete vor einem Monat vor, dass ihm die Morgenschiene beim Tagesmarktanteil ein Plus von 0,4 Prozentpunkten beschert habe.

Ein Jahr nach dem Start der ORF-Morgensendung "Guten Morgen Österreich" erlebt das Sendungsformat "Frühstücksfernsehen" ein neues Hoch.

Der Privatsender Puls 4 feiert nun den April 2017 als stärkstes Monat seit über einem Jahr, während der ORF sein Morgenformat ebenfalls auf Erfolgskurs sieht. Morgensendungen sind für Fernsehsender prestigeträchtig. Die Stationen investieren viel Geld in diese Sendungen, weil sie davon ausgehen, dass die Zuseher dann auch über den Tag hinweg wieder bei ihnen einschalten. Der ORF rechnete vor einem Monat vor, dass ihm die Morgenschiene beim Tagesmarktanteil ein Plus von 0,4 Prozentpunkten beschert habe.

In der Werbezielgruppe der Zwölf- bis 49-Jährigen sieht sich allerdings der zum deutschen ProSiebenSat.1-Konzern gehörende Sender Puls 4 als die Nummer eins unter den Frühstücks-TV-Anbietern, wie der Sender gegenüber der APA mitteilte. "Cafe Puls" kam laut vorläufigen Zahlen im April 2017 auf einen Marktanteil von 25,3 Prozent, nach 19,0 Prozent im April 2016. Trotz neuer Konkurrenz sei "Cafe Puls" unangefochten an der Spitze.

Auch ORF ist zufrieden

Dass der ORF Ende März ebenfalls zufrieden Bilanz zog, liegt daran, dass das Frühstücksfernsehen durch den Markteintritt des ORF in den letzten zwölf Monaten an Bedeutung gewann. Der Marktanteil insgesamt stieg von knapp 35 auf fast 42 Prozent.

Bei Puls 4 gibt es für die Magazinsendungen, zu denen neben "Cafe Puls" auch "Fourlaut" und "Koch mit! Oliver" gehören, seit Jahresbeginn eine neue Redaktionsstruktur mit Rudolf Wiedner als Chefredakteur und drei Sendungsverantwortlichen. Gemäß dem Motto "geballte Kraft für starke Stories" wird nicht mehr nach Sendungen, sondern nach Geschichten produziert, wie eine Pressesprecherin erläuterte.
stats