Fernsehen: 2020 als Quotentreiber für heimisc...
 
Fernsehen

2020 als Quotentreiber für heimische TV-Sender

AdobeStock/dmitrimaruta

ServusTV und ProSiebenSat1Puls4-Gruppe melden Rekordzuseherzahlen. Beim ORF ist man stolz darauf, dass 1.997 der 2.000 meistgesehenen Sendungen im öffentlich-rechtlichen TV liefen.

So herausfordernd das abgelaufene Jahr finanziell für TV-Sender gewesen sein mag, auf der Zuseherseite gibt es Grund für Jubel.


Mit mehr als 900 Sondersendungen rund um die Corona-Krise, der Berichterstattung zur Wien-Wahl, zur US-Wahl und zum Terroranschlag in Wien, Bundesländer-Events sowie zahlreichen Entertainment-Formaten und Sport-Liveübertragungen erreichte die ORF-Sendergruppe im Jahr 2020 einen Marktanteil von 33,2 Prozent und eine Tagesreichweite von 4,061 Millionen Seherinnen und Sehern – das entspricht 53,8 Prozent der TV-Bevölkerung. Ein Key-Fact aus ORF-Sicht: Von den 2.000 meistgesehenen Sendungen in Österreich liefen 1.997 im öffentlich-rechtlichen TV. 

ORF 1 und ORF 2 sind die beiden erfolgreichsten österreichischen Sender in den relevanten Zielgruppen: ORF 1 erreicht 8,2 Prozent Markanteil bei Zusehern ab 12 Jahren (12+) bzw. 10,5 Prozent Markanteil bei den 12– bis 49-Jährigen, ORF 2 erreicht 22,0 Prozent Marktanteil bei 12+ bzw. 11,6 Prozent (12–49). Quotenlieblinge waren die "Zeit im Bild"- und "Bundesland heute"-Sendungen sowie Sportübertragungen.

Starke Steigerung bei ServusTV

ServusTV, der Privatsender aus dem Hause Red Bull, meldet einen Marktanteil (12+) von 3,4 Prozent und sieht sich damit an der Spitze der österreichischen Privatsender. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer Steigerung von 14 Prozent, so der Sender in einer Aussendung. 

"2020 war für uns in jeder Hinsicht ein herausforderndes und bewegtes Jahr", sagt ServusTV-Intendant Ferdinand Wegscheider. "Wir haben in vielen Bereichen Rekordquoten erzielt, unser neues News-Studio eröffnet, das eines der modernsten Europas ist. Und wir haben die Corona-Krise hervorragend gemeistert. Selbst in diesem schwierigen Jahr konnten wir unsere Marktanteile weiter steigern und sogar die privaten Mitbewerber überholen."
Nicht weniger Grund zum Jubeln hat man bei der ProSiebenSat.1Puls4-Sendergruppe (P7S1P4). Puls 4 knackt mit einem Jahres-Marktanteile von 5,1 Prozent den Privatsenderrekord bei den 12-49-Jährigen. Insgesamt erreicht die P7S1P4-Sendergruppe bei der werberelevanten Sehergruppe 28,4 Prozent Marktanteil, die vier Österreichsender PULS 4, PULS 24, ATV und ATV2 erzielen 11,9 Prozent Marktanteil. Für ATV nimmt man den Primetime-Pokal im österreichischen Privat-TV mit 4,5 Prozent Marktanteil in Anspruch. Vor allem "Bauer sucht Frau", "The Masked Singer Austria" und die Start-Up-Show "2 Minuten 2 Millionen" waren laut Sendergruppe Quotentreiber.

'Rekorde sind immer schön'

"Es ist uns 2020 einmal mehr gelungen, Marktführer im österreichischen Privat-TV zu sein. Das starke digitale Wachstum ist die Draufgabe und größte Motivation, die Zusehenden und User mit Verantwortung, Qualität und Herz mit News und Entertainment auch 2021 für uns zu gewinnen. Rekorde sind immer schön, aber das Beste an 2020 war unser Team und unser Publikum. Danke!", so Markus Breitenecker, CEO von ProSiebenSat.1 PULS 4.

Duell der Nachrichtensender

An der hart umkämpften Front der Nachrichtensender vermeldet seine Sendergruppe ein Wachstum von 148 Prozent für den Nachrichtensender Puls24 und einen Marktanteil von 0,8 Prozent bei den 12-49-Jährigen.

Konkurrent oe24.TV kam bei der werberelevanten Zielgruppe im vergangenen Jahr auf 1,0 Prozent Markanteil. Bei allen Zusehern (12+) auf 0,8 Prozent. 2019 lagen diese Werte noch bei 0,4 bzw. 0,3 Prozent.

Stärkster Sender der RTL-Gruppe ist Flaggschiff RTL mit einem Marktanteil von 4,5  (12-49) bzw. 3,0 Prozent (12+), gefolgt von Vox Österreich mit einem Marktanteil von 4,1 Prozent (12-40) bzw. 2,8 (12+) Prozent.

Bei den nun veröffentlichten Zahlen handelt es sich übrigens bereits um korrekte Reichweitenzahlen. Wie der HORIZONT bereits bereichtete, wurden sei 2015  durch einen Fehler beim Marktforscher GfK Austria jahrelang zu hohe TV-Reichweiten ausgewiesen. 

stats