Fellner-Kritik am MA-Reichweiten-Chaos
 

Fellner-Kritik am MA-Reichweiten-Chaos

Veränderung des Untersuchungs-Designs in der MA wirbelt Strukturdaten durcheinander.

In einer ersten Reaktion übt Wolfgang Fellner, Herausgeber der News-Verlagsgruppe, heftige Kritik an der Media Analyse. Zur Erinnerung: die Eingangsfrage des MA-Fragebogens wurde um einen kleinen Zusatz ergänzt, der den Internetauftritt der Printmedien ausschließt. Dadurch, so Fellner in einer ersten Aussendung, würde die "MA für Magazine mit junger, internet-affiner Leserschaft nahezu unbrauchbar gemacht." Betroffen davon seinen vor allem "News", "Format", "profil", "tv-media" und der "Rennbahn Express". Als eine erste Konsequenz wird der "Rennbahn Express" auch die MA verlassen.

Fellner untermauert seine These damit, dass auch andere Magazine wie beispielsweise der "Wiener" im jüngeren, männlichen Lesersegment deutlich an Reichweite eingebüßt hätten. Die MA, so Fellner weiter, sei "offenbar nicht mehr in der Lage, bei Magazinen (...) die jungen, fast durchwegs internet-affinen Leser richtig abzubilden."

Quasi vorausschauend hat MA-Präsident Franz Ivan schon bei der Veröffentlichung der Zahlen einen "Informationstag" angekündigt, an dem die "Plausibilität der Reichweiten" diskutiert werden soll. Stattfinden soll eine solche Diskussion allerdings erst nach Veröffentlichung der Allmedia-Daten, also nach dem 6. Mai 2002.

(spr)

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