Fast die Hälfte der Österreicher shoppt Onlin...
 

Fast die Hälfte der Österreicher shoppt Online

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Vortrag von Georg Wiedenhofer, Gallup Institut, zum Konsumverhalten der Österreicher.

Wie verändert sich das Konsumverhalten der Österreicher im Zeitalter des Internets? Dieser Frage ging Georg Wiedenhofer (Österreichisches Gallup Institut) im Rahmen der Österreichischen Medientage Digital in einer Keynote nach. Er beleuchtete die Bedeutung des Online-Handels und zeigte vorherrschende Trends auf.

Hier die wichtigsten Erkenntnisse: Durch die rasante Verbreitung von Internetanschlüssen, Smartphones und Tablets shoppen immer mehr Österreicher im Internet. Besonders bei den unter 30-Jährigen ist diese Art des Einkaufens sehr beliebt, aber auch die älteren Semester erledigen ihre Besorgungen immer öfter im World Wide Web. Laut Untersuchungsergebnissen des Gallup Instituts haben 45 Prozent der Österreicher in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal im Internet eingekauft. Über die virtuelle Ladentheke verkaufen sich am besten Textilien, Elektrogeräte und Bücher, im stationären Handel dominiert der Verkauf von Lebensmitteln.

Wie informiert man sich vor dem Kauf?

Jene, die vor Ort einkaufen, nutzen das Geschäft als Informationskanal (40 Prozent), weiters werden Flugblätter und Inserate hinzugezogen. Online-Konsumenten holen sich ihre Informationen in erster Linie aus dem Internet (74 Prozent), Flugblätter und Netzwerke werden auch oft in die Kaufentscheidung einbezogen. Weiters konnte man eruieren, dass 13 Prozent der Österreicher schon einmal ins Geschäft gegangen sind und den Preis verlangt haben, den sie bei einer Preisvergleichswebsite gesehen haben.

Fragt man nach, auf welchen Portalen geshoppt wird, geben 31 Prozent Amazon an, danach kommen Ebay, Willhaben und der Onlineshop von Mediamarkt. Marktteilnehmer aus dem klassischen Versandhandel, wie Otto, Universal oder Quelle, werden erst später genannt. Auf diese Entwicklung bezugnehmend gab Wiedenhofer zu bedenken, dass der Großteil der Umsätze, die über das Internet laufen, nicht in Österreich bleibe, was auf Dauer auch wirtschaftliche Dimensionen annehmen könnte.

Warum kaufen die Menschen gerne im Internet ein?

Wiedenhofer erklärt, dass es in erster Linie die Bequemlichkeit ist, die Online-Shopper schätzen: "Man kann zuhause sitzen bleiben, es gibt keine Ladenschlusszeiten und die Sachen werden einem auch noch geliefert." Weiters präsentierte Wiedenhofer auch Zahlen zum Online- und Print-Zeitungskonsum. Demnach lesen durchschnittlich über 12 Prozent der Österreicher Online-Ausgaben. Bei den unter 30-Jährigen greifen übrigens schon 22 Prozent auf diese Art der Informationsbeschaffung zurück. Und es sind allgemein mehr Männer als Frauen, die Online ihre Zeitung lesen. Die meisten tun dies via PC, nur 16 Prozent benutzen hierfür das Smartphone. Auch die Nutzung von sozialen Netzwerken war Thema. So liegt die tägliche Nutzungsdauer von Facebook und Co. im Schnitt bei 53 Minuten - im vergangenen Jahr waren es noch 45 Minuten.
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